Eine neue Variante des Speicherbetrugs macht derzeit die Runde: Betrüger haben Speicherchips aus Glasgewebe nachgebaut und verkaufen damit nutzlose DDR5-Module. Die Fake-Chips sind echten DRAM-Gehäusen aus Kunststoff täuschend echt nachgebildet, inklusive Beschriftung.
Die gefälschten Speicherbausteine weisen mehrere Erkennungsmerkmale auf: eine untypische, helle Umrandung, schiefe SMD-Bauteile statt des vorgeschriebenen Power-Management-Chips und eine ungewöhnlich abgerundete Leiterplatte. Auch die Goldkontakte an der Unterseite sind verdächtig - sie sind alle identisch lang.
Wie heise.de berichtet, kommen die ersten Berichte über diese Fake-Module aus Japan. Die Gefahr: Wenn die Betrüger ihre Technik verbessern, werden die Fälschungen kaum noch von Originalen zu unterscheiden sein.
Aufgrund der anhaltenden Speicherkrise stehen Arbeitsspeicher, SSDs und HDDs besonders im Fokus von Betrügern. Experten raten daher zu besonderer Vorsicht beim Kauf - vor allem bei Gebrauchtware. Bei gebrauchten Modulen ist eine Selbstabholung ratsam, um den Speicher vor Ort genau prüfen zu können.
Andere Betrugsmaschen setzen auf Billigchips mit niedrigerer Kapazität als beworben. Solcher Speicher funktioniert zwar grundsätzlich, erreicht aber nicht die beworbene Geschwindigkeit.