Das sogenannte "RAMaggeddon" macht auch vor dem Tech-Riesen Microsoft nicht halt. Der Konzern hat die Preise für seine Surface-Geräte in Europa um bis zu 23 Prozent angehoben - in den USA sogar um bis zu 50 Prozent.
Das günstigste Surface-Gerät, das Surface Pro, kostet in den USA nun 1.050 statt zuvor 800 Dollar. Für die Tastatur werden noch einmal 150 Dollar extra fällig. Bei anderen Surface-Modellen fielen die Aufschläge mit 300 bis 500 Dollar noch kräftiger aus.
Wie macwelt.de berichtet, hat Apples 699-Euro-Macbook Neo den Laptop-Markt ordentlich aufgemischt. Die Preise für Apple-Laptops blieben im Gegensatz zu Microsoft bisher unverändert.
Der Grund für die Microsoft-Aufschläge liegt in der globalen Speicherkrise. Der Bedarf an RAM-Chips ist durch KI-Rechenzentren explodiert. Die Hersteller können die Lücke derzeit nicht füllen. Die Lage ist so angespannt, dass Samsung im Dezember seinen Speicher nicht einmal an die eigene Smartphone-Sparte liefern konnte.
Apple hingegen schließt langfristige Verträge mit Zulieferern ab und kann so die Preise für eine gewisse Zeit festschreiben. Bei der Präsentation der Q1-Zahlen im Jänner sprach CEO Tim Cook jedoch von einer "Lieferantenjagd" und Engpässen.
Analyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass Apple alles tun wird, um die Preise zu halten. Der kurzfristige Gewinneinbruch könnte sich langfristig lohnen. Sollten die Lieferengpässe aber anhalten, könnten neue Produkte wie das Macbook Pro mit Touchscreen oder das iPhone 18 Pro teurer werden.