Der Höhepunkt der historischen Hitzewelle, die den Osten Österreichs auf über 41 Grad hochfiebern ließ, liegt inzwischen hinter uns. In diesen Tagen gibt es endlich eine lang ersehnte "Abkühlung" auf 31 Grad – es bleibt somit heiß, nur eben nicht mehr sehr sehr heiß.
"3 Tage mit 40 Grad liegen hinter uns, die Temperatur-Abweichung der ersten August-Tage ist so enorm wie selten", sagt ORF-Meteorologe Marcus Wadsak in der Rückschau. In Wien (Station Hohe Warte) war der Donnerstag bereits der 36. Hitzetag (30°C oder mehr) des Jahres. "Es ist jetzt schon sehr wahrscheinlich, dass wir heuer den Höchstwert von 2024 übertreffen werden."
Diese extreme Hitze habe dazu geführt, dass der August in seinen ersten Tagen um 5 bis 7 Grad wärmer war, als es in der ohnehin schon von der Erderwärmung gezeichneten Klimanormalperiode 1991–2020 normal wäre.
Entsprechend tiefrot fällt auch die Farbgebung der Temperaturanomalie auf einer Österreich-Karte aus. "Faktenfeinde und Klimaleugner müssen jetzt auch ganz stark sein – es wird sehr rot", kommentierte das Wadsak Donnerstagnachmittag auf Facebook.
Aber: Die Hitze ist noch nicht vorbei, zum Ende nächster Woche gehen die Temperaturen wieder deutlich nach oben, die "nächste Runde" Schwitzen steht bevor. "Nach derzeitigem Modellstand sind dann aber in Richtung Ende nächster Woche auch wieder Höchstwerte um 37 Grad möglich", sagt Christoph Matella, Meteorologe der UBIMET.
Es gibt inmitten dieser schweißtreibenden Aussichten aber auch einen Lichtblick: "So extrem wie in den vergangenen Tagen wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht."
Der Freitag beginnt bewölkt und im Südosten und Süden noch nass. Am Vormittag lässt der Regen nach und von Nordwesten her lockert es auf. Vor allem im Bergland und im Süden gehen ab dem Mittag weitere Schauer und kräftige Gewitter nieder. Im äußersten Osten und im Südosten bleibt die Gewitterneigung gering. Am häufigsten zeigt sich die Sonne vom Bodensee bis ins Obere Waldviertel. Abgesehen von Gewitterböen weht schwacher bis mäßiger, im Osten auch lebhafter Nordwestwind. Je nach Sonne werden 23 bis 31 Grad erreicht
Am Samstag stellt sich abseits der Alpen ein häufig freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Im Bergland und im Südosten halten sich anfangs einige Restwolken mit letzten Tropfen. Ab etwa Mittag bilden sich lokale Schauer und Gewitter, die meisten von Osttirol und Salzburg ostwärts. Zumindest ab und zu lässt sich aber auch dort die Sonne blicken, am Abend beruhigt sich das Wetter wieder. Bei schwachem bis mäßigem, auf östliche Richtungen drehendem Wind liegen die Höchstwerte zwischen 26 und 32 Grad.
Der Sonntag präsentiert sich von seiner hochsommerlichen Seite, verbreitet scheint die Sonne. Im Laufe des Nachmittags nimmt zunächst über dem westlichen Bergland von der Silvretta bis zu den Hohen Tauern die Schauer- und Gewitterneigung zu. Am Abend sind lokal dann besonders in Vorarlberg und Außerfern auch kräftige Gewitter möglich mit stürmischen Böen. Abgesehen davon weht der Südostwind nur schwach bis mäßig und die Temperaturen steigen auf 28 bis 34 Grad.
Der Montag startet vom Arlberg bis ins Mühlviertel mit vielen Wolken unbeständig. Immer wieder ziehen gewittrige Schauer durch. Östlich davon zeigt sich zunächst noch häufig die Sonne. Im Laufe des Tages breiten sich teils kräftige Gewitter auch auf den Osten und Süden aus. Lokal besteht dabei Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Der Wind dreht auf West und weht mäßig, im Donauraum auch mal lebhaft. Die Höchstwerte liegen von West nach Ost zwischen 26 und 36 Grad.
Am Dienstag scheint besonders über dem Flach- und Hügelland überwiegend die Sonne. Im Tagesverlauf bilden sich vor allem über dem südlichen Bergland einige größere Haufenwolken, die am Nachmittag vom Arlberg bis zu den Niederen Tauern zu lokalen Wärmegewittern heranwachsen können. Der Wind weht meist mäßig, lokal aus West bis Nord. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 26 und 35 Grad, am heißesten im Nordosten.