Unwetter stoppen Extremhitze

Gewitterwarnungen für alle neun Bundesländer ausgerufen

Nach der historischen Rekordhitze folgt der Wetter-Knall: Eine Front beendet die Extremhitze, bringt aber kräftige Gewitter, Hagel und Sturmböen.
Newsdesk Heute
06.08.2026, 16:18
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Nach Tagen mit einer beispiellosen Hitzewelle ist in Österreich zwar minimale Abkühlung, aber keine Entspannung in Sicht. Die Rekordtemperaturen mit bis zu 41,2 Grad in Bad Deutsch-Altenburg – der bisher höchste jemals in Österreich gemessene Wert – gehören vorerst der Vergangenheit an.

Doch der Wetterumschwung hat es in sich: Mit einer Kaltfront steigt am Donnerstagnachmittag und -abend die Gefahr schwerer Gewitter deutlich an. Meteorologen der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) warnen regional vor Starkregen, Hagel, Sturmböen und sogar lokalen Vermurungen.

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Von Vorarlberg über das Innviertel bis ins Salzkammergut und den Lungau steigen die Temperaturen nur noch auf 23 bis 28 Grad. Schon am Vormittag zogen dort erste Schauer durch, am Nachmittag bilden sich verbreitet kräftige Gewitter.

Besonders im Bergland besteht örtlich sogar Unwettergefahr. Ganz anders präsentiert sich die Lage noch im Osten. Dort zeigt der Sommer ein letztes Mal seine extreme Seite. In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Teilen der Steiermark wurden nochmals mehr als 35 Grad erwartet.

Gleichzeitig wird die Luft immer schwüler. Zwar bleibt es vielerorts noch sonnig, am Nachmittag können aber auch hier teils heftige Gewitter entstehen – vor allem im Waldviertel und im Wiener Becken.

Am Freitag erreicht die Abkühlung auch den Osten Österreichs. Vom Weinviertel über Wien bis ins Burgenland und nach Unterkärnten liegen die Höchstwerte meist nur noch um 30 Grad. Das sind stellenweise rund zehn Grad weniger als noch zur Wochenmitte. Die Kaltfront bringt außerdem mehr Wolken sowie einzelne Schauer und Gewitter.

Regen hilft der Dürre kaum

Ganz vorbei ist die Unwettergefahr allerdings nicht. Vor allem im Bergland und im Süden entstehen auch am Freitag noch kräftige Gewitter. Im äußersten Osten bleibt das Risiko dagegen vergleichsweise gering.

So willkommen die Schauer nach den Hitzetagen auch sind – gegen die anhaltende Trockenheit reichen sie bei weitem nicht aus. Die Gewitter bringen den Regen meist nur sehr lokal. Für eine nachhaltige Entspannung wären tagelange, flächige Niederschläge notwendig.

Die Lage bleibt angespannt: Bei 95 Prozent der Flusspegel werden derzeit deutlich unterdurchschnittliche Wasserstände gemessen. Gleichzeitig registrieren 90 Prozent der Grundwassermessstellen sehr niedrige Werte.

Viele kleinere Bäche sind bereits ausgetrocknet, zahlreiche Seen führen historisch wenig Wasser. Wer auf dauerhaft angenehme Temperaturen hofft, wird allerdings enttäuscht. Schon am Wochenende setzt sich wieder Hochdruckeinfluss durch. Am Samstag wechseln sich Sonne und Wolken ab.

Der Sonntag bringt dann erneut hochsommerliches Wetter mit viel Sonne und Temperaturen von bis zu 34 Grad. In der kommenden Woche steigen die Werte vielerorts wieder auf rund 35 Grad. Erst am Nachmittag nimmt über den westlichen Alpen erneut die Gewittergefahr zu.

Eine neue Extremhitzewelle mit Temperaturen um 40 Grad gilt zwar als weniger wahrscheinlich als noch Ende Juni oder im Juli. Dennoch dürfte der August weiterhin deutlich zu warm verlaufen – und die anhaltende Trockenheit könnte sich durch die nächste Hitzewelle noch verschärfen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.08.2026, 16:18