Die nächste Hitzewelle samt Rekordtemperaturen trifft Österreich mit voller Wucht. Immer mehr Gemeinden rufen zum Wassersparen auf, Landwirte klagen über vertrocknete Äcker und Felder. Die Belastung für die Menschen steigt von Tag zu Tag.
Darauf machten am Dienstag erneut die Grünen auf. Sie kritisieren, dass sich die Regierung in dieser Hitzekrise "offenbar im Urlaubsmodus" befinde. Denn weder Bundeskanzler Christian Stocker noch der für Wasser zuständige Minister Norbert Totschnig (beide ÖVP) hätten einen Plan, wie Menschen geschützt und die Trinkwasserversorgung gesichert werden sollen. Sie würden die Menschen in Österreich in der größten Hitzekrise "im Stich lassen".
"Während ältere Menschen Angst haben, das Haus zu verlassen, Gemeinden um ihre Wasserversorgung bangen und Einsatzkräfte sich auf immer extremere Hitzewellen vorbereiten müssen, bringen Stocker und Totschnig nichts zustande. Es reicht. Wir fordern sofort einen nationalen Hitzegipfel", sagte Grünen-Chefin Leonore Gewessler am Dienstag.
Der Bundeskanzler Christian Stocker sei gefordert, einen solchen Gipfel noch im August einzuberufen. Gemeinsam mit Ländern, Gemeinden, Experten sowie Vertretern der Wasserwirtschaft und des Katastrophenschutzes müsse dabei ein konkreter Maßnahmenplan gegen extreme Hitze und Wasserknappheit erarbeitet werden.
Dessen Ziele: mehr Schutz für besonders gefährdete Menschen, rasche Maßnahmen gegen die Hitzebelastung in Städten und Gemeinden, die auch die Trinkwasserversorgung langfristig absichern, sowie eine Strategie, damit Österreich nicht jedes Jahr wieder völlig unvorbereitet in die nächste Hitzewelle stolpert.
Gewessler: "Die Klimakrise ist längst da. Gemeinden schlagen Alarm, Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit und der zuständige Minister schaut weg. Wie viele Gemeinden müssen noch zum Wassersparen aufrufen? Wie viele Hitzewellen müssen noch über das Land rollen, bis Stocker und Totschnig endlich ihre Arbeit machen?"