Die Rekordhitze bringt die Mitarbeiter der von "VIER PFOTEN" betriebenen Eulen- und Greifvogelstation in Haringsee (NÖ) an ihre Grenzen. Neben den regulären Notfällen müssen die Tierpfleger derzeit täglich 20 bis 30 zusätzliche Hitzeopfer versorgen.
"Viele Patienten kommen völlig entkräftet und ausgetrocknet bei uns an", berichtet Tierpflegerin Verena Vogt. Zahlreiche Tiere müssten sogar stündlich gefüttert werden, um überhaupt eine Überlebenschance zu haben.
Besonders betroffen sind Jungvögel. Wegen der extremen Temperaturen versuchen viele, der Hitze in ihren Nestern zu entkommen. Dabei stürzen sie zu Boden – oft noch bevor sie fliegen können. Am Boden werden die sogenannten Nestlinge von ihren Eltern meist nicht mehr versorgt. Ohne rasche Hilfe drohen sie zu verdursten oder zu verhungern.
Anders als Menschen oder viele andere Tiere können Vögel nicht schwitzen. Um ihre Körpertemperatur zu senken, öffnen sie den Schnabel und hecheln. Über die Verdunstung im Rachen versuchen sie, sich etwas Abkühlung zu verschaffen.
Gerade deshalb sind sie bei extremer Hitze auf ausreichend Wasser angewiesen. In der Auffangstation stehen deshalb ständig flache Wasserschalen bereit.