Die extreme Hitzewelle hat Montag (3.8.) einen weiteren historischen Höhepunkt erreicht. In Wien-Stammersdorf wurden laut tauernwetter.at um 15 Uhr exakt 40,1 Grad gemessen. Der Stationswert wurde bereits eingehend auf Plausibilität überprüft und verifiziert. Damit hat Österreich erneut die extrem heiße 40-Grad-Marke überschritten. Nun erreicht die Hitzewelle im Osten Österreichs am Dienstag den Höhepunkt: Unglaubliche 41 Grad könnten dabei geknackt werden.
Die Trockenheit bedroht indes Flüsse, Wälder und Wiesen. Und Landwirte schlagen Alarm: Die Dürre sei bereits jetzt "existenzbedrohend". Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent drohen. Kühe könnten derzeit nicht weiden, fressen jetzt die Winterreserven weg.
Milchbauern mussten einzelne Tiere bereits notschlachten, weil das Heu nicht mehr reichte. Die IG Milch fordert eine Dürreausgleichszahlung von 300 Euro pro Kuh. "Eine derart lange und flächendeckende Trockenperiode hat Österreich in dieser Form noch nie erlebt", bestätigte nun auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (VP).
Jäger im ganzen Land tränken Wildtiere bereits. Tierschützer appellieren nun an die Bevölkerung und bitten um Mithilfe. Jedes Wasserschälchen im Garten kann hilflose Igel und Vögel vor dem Verdursten retten.
Waldbrandgefahr herrscht freilich im ganzen Land. Doch erste Feuerwehren warnen davor, dass jetzt das Löschwasser knapp werden könnte. Die Gemeinden appellieren, den Wasserverbrauch auf das Nötigste zu beschränken – Pools füllen oder Autowaschen ist derzeit tabu.