"Fall Arnautovic": ÖFB gab jetzt Stellungnahme ab

Marko Arnautovic
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Das ÖFB-Team bangt um Marko Arnautovic! Wird er für seine Schimpf-Tirade beim 3:1 gegen Nordmazedonien gesperrt? Der ÖFB kontaktierte jetzt die UEFA.

Der China-Legionär ließ sich beim historischen ersten EM-Sieg für Österreich zu einem provokanten Torjubel hinreißen, er richtete seinem Gegenspieler einige geschmacklose Worte aus. Die UEFA schritt mit Verspätung ein, untersucht den Vorfall. Im schlimmsten Fall blüht dem rot-weiß-roten Topstar eine Strafe.

Die könnte hart ausfallen, denn zuletzt demonstrierte Europas Fußball-Verband vor zwei Monaten Härte. Glen Kamara, Finnlands Teamspieler in Diensten der Glasgow Rangers warf nach dem Europa League-Spiel gegen Slavia Prag Tschechien-Verteidiger Ondrej Kudela vor, ihn rassistisch beleidigt zu haben. Die UEFA ermittelte, sperrte Kudela dann für zehn internationale Spiele. Er fehlt deshalb bei der Europameisterschaft.

Der heimische Verband legte jetzt seine Sicht der Dinge klar: "Der ÖFB hat die Stellungnahme in der Causa Marko Arnautovic bei der UEFA abgegeben. Eine Entscheidung ist morgen Nachmittag zu erwarten."

Im "Fall Arnautovic" ermittelt ein Schweizer. "Er wird den Sachverhalt wie ein Staatsanwalt bearbeiten", meint Thomas Partl, österreichischer Vorsitzender der UEFA-Disziplinarkommission. Die Vorgehensweise: Der Disziplinardirektor wird einen Antrag auf Einstellung oder auf Eröffnung eines Verfahrens stellen. Danach entscheidet die mit vier Personen besetzte Disziplinarkammer, deren Mitglieder aus der Schweiz, Portugal, Deutschland und Tschechien kommen. Eine Entscheidung soll noch morgen fallen, also noch vor dem Spiel gegen die Niederlande am Donnerstag.

Was gegen Arnautovic spricht: Lippenleser sollen den 32-Jährigen überführt haben, Alioskis Mutter rassistisch beleidigt zu haben. Bei Rassismus kennt die UEFA eigentlich keine Toleranz. Arnautovic selbst beteuert: "Ich bin kein Rassist, werde auch nie einer sein."

"Wenn uns Marko fehlen würde, wäre das ein extrem herber Verlust. Wir hoffen das Beste", sagt Arnautovic-Kollege Martin Hinteregger im ÖFB-Camp in Seefeld. Der Verteidiger verrät, dass die Geschichte auch intern ein Thema ist. "Wir haben natürlich darüber gesprochen, aber wenn es uns beschäftigen würde, dann würde es alle zwei, drei Tage irgendein Thema geben, das uns aus dem Rhythmus bringt. Auf dem Trainingsplatz ist das überhaupt kein Ding. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und wie wir den Gegner besiegen können."

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