UEFA-Ermittlung: Fehlt Arnautovic gegen Holland?

David Alaba muss Marko Arnautovic den Mund zuhalten.
David Alaba muss Marko Arnautovic den Mund zuhalten.Picturedesk
Marko Arnautovic hat sich mit seinem Schimpf-Jubel keinen Gefallen getan, die UEFA ermittelt. Droht dem ÖFB-Star gar das EM-Aus?

Die Ethik- und Disziplinarkommission der UEFA untersucht den Fall Arnautovic, wird noch einmal ganz genau hinsehen, was der Wiener nach seinem 3:1 gegen Nordmazedonien in Richtung Ezgjan Alioski schimpfte.

Lippenleser sollen den 32-Jährigen überführt haben, "Arnie" habe Alioskis Mutter rassistisch beleidigt. Bei Rassismus kennt die UEFA eigentlich keine Toleranz. Arnautovic selbst beteuert: "Ich bin kein Rassist, werde auch nie einer sein."

Seit Jahren hängen große Banner mit "No to Racism" in den Stadien. Das passt mit der Arnautovic-Schimpftirade nicht zusammen, dem Wiener droht eine Strafe - doch welche?

Einen ähnlichen Vorfall gab's bei der WM 2018, als Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri gegen Serbien den Doppel-Adler zeigten. Die beiden Schweiz-Spieler albanischer Herkunft provozierten die Serben, kamen mit einer saftigen Geldstrafe davon.

Im äußersten Fall könnte Arnautovic sogar gesperrt werden, doch dafür bräuchte die UEFA einen eindeutigen Beweis. Sollte dieser gefunden werden, könnte der ÖFB-Stürmer im Top-Hit gegen Holland am Donnerstag fehlen, im ganz drastischen Fall sogar vom Turnier ausgeschlossen werden.

Die Uhr tickt jedenfalls für Arnautovic, denn die Gremien der UEFA lassen sich gewöhnlich viel Zeit bis zu ihren Entscheidungen.

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