Hinteregger: "Foda hat sogar uns überrascht"

Franco Foda instruiert Martin Hinteregger.
Franco Foda instruiert Martin Hinteregger.GEPA
Auf welcher Position soll David Alaba spielen? Diese Frage quälte vor der EM ganz Fußball-Österreich. Mit der Antwort überraschte Teamchef Foda viele.

Eine Dreierkette mit David Alaba als Abwehrchef, Martin Hinteregger als linken Part und Aleks Dragovic auf der rechten Seite. So schickte ÖFB-Teamchef Franco Foda Österreich ins EM-Auftaktspiel gegen Nordmazedonien – und wurde am Ende mit einem 3:1-Sieg belohnt. Vor allem die Alaba-Position erstaunte, schließlich lief er im Nationalteam nie zuvor dort auf. 

Wie Hinteregger am Dienstag im Camp in Seefeld zu berichten hatte, überlistete Foda mit seiner Idee nicht nur den Gegner. "Die Aufstellung hat viele überrascht, in der Kürze teilweise auch uns selbst. Ich habe erst wenige Stunden vor dem Match erfahren, wie wir spielen. Wir haben die Dreierkette zuletzt wenig trainiert. Aber es hat hervorragend funktioniert." 

Der Frankfurt-Legionär weiter: "In der zweiten Halbzeit ist David (Alaba, Anm.) nach links gegangen und ich in die Mitte. Dort fühle ich mich ein bisschen wohler. Ich glaube aber nicht, dass die Formation gegen Nordmazedonien entscheidend war. Wir sind jedenfalls für Überraschungen gut."

"Wäre für Gemütslage nicht optimal"

Fakt ist: Am Donnerstag wartet mit Holland ein anderes Kaliber. "Sie stehen für Ballbesitz, haben unglaubliche Einzelspieler. Wir müssen ihre starke Offensive verteidigen", sagt Hinteregger. "Mindestens einen Punkt wollen wir schon einfahren. Wenn wir 0:3 untergehen, wäre es für die Gemütslage nicht optimal."

Der 28-Jährige ortet im Ansatz eine "Euphorie, die im Entstehen ist. Bei einem Sieg gegen Holland würde es rund gehen." Wirklich greifbar sei die EM jedoch nicht. "Wir haben ja keinen Kontakt zur Außenwelt. Es ist ganz anders als 2016, das ist logisch. Damals war gefühlt jeder Österreicher dabei. Jetzt freuen wir uns über jeden, der da ist."

Bangen um Arnautovic

Ein Thema in der Mannschaft ist freilich auch Marko Arnautovic, der nach seinem emotionalen Ausbruch gegen Nordmazedonien eine UEFA-Strafe fürchtet. "Es wäre ein herber Verlust, wenn er uns fehlen würde."

Denn Arnautovic sei "mit Sabitzer und Alaba unser bester Spieler". Als Trainer würde Hinteregger Arnautovic, sofern er topfit ist, in die Startelf stellen. "Es wäre nicht clever, ihn nur 30 Minuten zu bringen, wenn er Luft für 90 hätte."

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