Das letzte Wort in dem Fall um den im Brixental getöteten Kater "Schmotzer" dürfte noch nicht gesprochen sein. Grund dafür ist die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel. Diese hat nun Verwaltungsstrafverfahren gegen alle vier Beteiligten eingeleitet, berichtet der "ORF Tirol".
Zur Erinnerung: Die vier Männer hatten am 30. April den besagten Kater getötet und die Tat selbst gefilmt – das Video ging viral. Dennoch wurden sie Anfang August vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen. Das Gericht ging davon aus, dass sie das verletzte Tier nur erlösen wollten.
Bei der anschließenden Prüfung des Urteils kam die BH Kitzbühel jedoch zu dem Schluss, dass aus ihrer Sicht weiterhin tierschutzrechtliche Fragen offen sind. Konkret geht es darum, ob es für die Tötung der Katze einen "vernünftigen Grund" gab. Genau dieser Punkt müsse aus Sicht der Behörde noch genauer geprüft werden. Die BH beruft sich dabei auch auf die Argumentation der Tierärztekammer.
Somit könnte es für die vier Männer doch finanzielle Folgen geben. Sollte es zu entsprechenden Strafen kommen, sind laut BH Geldbußen von bis zu 7.500 Euro möglich. Zwar gilt in Österreich grundsätzlich das Doppelbestrafungsverbot, aber nach Ansicht der BH sind im konkreten Fall aber noch nicht alle Fragen geklärt. Unklar ist noch, wann über die Verwaltungsstrafverfahren entschieden wird.
Für zusätzliche Aufregung sorgten nach dem Urteil zahlreiche Hasspostings und Drohungen gegen die Richterin im Internet. Die Gerichtsverantwortlichen schalteten deshalb die Staatsanwaltschaft ein. Auch Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) meldete sich zu Wort.