Eine 91-jährige Wienerin ist im März dieses Jahres Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Ein zunächst unbekannter Täter kontaktierte die Seniorin telefonisch und gab sich als Bankangestellter aus. Unter dem Vorwand einer angeblich unberechtigten Kontobehebung überzeugte er die Frau, einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag von ihrem Konto abzuheben.
Wenig später meldeten sich die Täter erneut. Diesmal wurde der 91-Jährigen erklärt, ein Polizist werde vorbeikommen, um das Bargeld und weitere Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen.
Kurz darauf erschien tatsächlich ein Mann an der Wohnungstür. Der falsche Polizist verschaffte sich Zutritt zur Wohnung und ging schließlich gewaltsam vor. Er stieß die Seniorin zu Boden und raubte Bargeld, Golddukaten sowie eine Goldkette.
Die Frau erlitt dabei eine Kopfverletzung. Sie wurde von der Berufsrettung Wien in ein Spital gebracht. Die Ermittlungen gestalteten sich zunächst schwierig, da sich die Seniorin nur eingeschränkt an die Geschehnisse erinnern konnte.
Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es dem Landeskriminalamt Wien schließlich, einen 48-jährigen österreichischen Staatsbürger als mutmaßlichen Täter auszuforschen. Gemeinsam mit der WEGA nahmen die Ermittler den Mann in einer Wohnung in Wien-Ottakring fest. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung unterstützten Polizisten der Bereitschaftseinheit.
Dem 48-Jährigen werden zudem zwei weitere ähnlich gelagerte Taten angelastet. Zu den Vorwürfen machte er keine Angaben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert.