Das kommt alles andere als überraschend. Nach den drastischen Fan-Krawallen vor und nach dem Champions-League-Duell zwischen AEK Athen und Ajax Amsterdam hat der europäische Fußballverband am Mittwoch Ermittlungen gegen beide Teams eingeleitet.
Der Strafenkatalog reicht nun von Geldbußen über Teilsperren der Fan-Sektoren bis hin zu Geisterspielen. Ein Ausschluss aus den internationalen Bewerben ist eher unwahrscheinlich. Die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission wird das Urteil am 13. Dezember fällen.
Vor dem Spiel im Athener Olympiastadion waren AEK-Anhänger Richtung Gästefans gelaufen, warfen Böller und Pyro-Gegenstände in den Ajax-Sektor. Ein Molotow-Cocktail, der Richtung der niederländischen Fans geworfen worden war, explodierte unmittelbar vor dem Sektor. In der Folge kam es zu Schlägereien zwischen den Gäste-Fans und der Polizei. Bei den Krawallen wurden sieben Ajax-Fans und drei Polizisten verletzt.
Beiden Vereinen drohen nun saftige Strafen, denn sowohl die "Fans" von AEK als auch Ajax sind Wiederholungstäter. Für das Entzünden von Pyrotechnik und das Werfen von Gegenständen im Heimspiel gegen die Bayern zahlten die Griechen 64.000 Euro Strafe, Ajax musste für Randale der mitgereisten Fans in Lissabon bereits 38.000 Euro zahlen.
(Heute Sport)