Fan-Skandal: Feuerzeug-Wurf wie bei Rapid

Jetzt haben auch die Deutschen ihren Feuerzeugwurf-Skandal! Ein Düsseldorf-"Fan" verletzte den Kiel-Torhüter – der Klub kündigt harte Konsequenzen an.

Es passierte in der Partie der zweiten deutschen Liga zwischen Fortuna Düsseldorf gegen Holstein Kiel. 68 Minuten sind gespielt, als Kiel-Keeper Kenneth Kronholm plötzlich vor der Südkurve mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegt und sich den Kopf hält. Sofort eilt der Schiedsrichter herbei, auf dem Rasen entdeckt er ein rotes Feuerzeug, das zuvor ein "Fan" Kronholm an den Kopf geschmissen hat.

Die Partie steht am Rande des Abbruchs. Doch Kronholm, der pikanterweise selbst 2006 ein Jahr das Fortuna-Dress getragen hat, lässt sich behandeln und spielt weiter. Hätte er sich auswechseln lassen, wäre die Partie mit ziemlicher Sicherheit für seine Elf gewertet worden. "Das wollte ich aber nicht", stellt der 32-Jährige klar. Die Partie endete letztlich mit einem 1:1-Remis.

Wie Holzhauser im Wiener Derby

Hierzulande werden sofort Erinnerungen an Raphael Holzhauser wach, der im Derby in dieser Saison auch von einem Feuerzeug getroffen wurde und sich danach ebenfalls als fairer Sportsmann erwies, da er weiter spielte und somit einen Abbruch der Partie verhinderte.

"Eine absolut faire Geste", urteilt Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel jetzt über Kronholm. Mit dem Täter kennt er kein Erbarmen: "Ich hoffe, wir finden den Idioten, der geworfen hat. Der darf nie wieder in unser Stadion!" Auch Klub-Boss Robert Schäfer ist entsetzt vom Feuerzeug-Wurf des Fan-Chaoten: "So eine Aktion geht gar nicht. Ich hoffe, wir können den Täter anhand der Videoaufnahmen ermitteln."

(red.)

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