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Fan stürzt bei Austria-Jubel: "Bewegte sich nicht mehr"

Die 2:3-Pleite der Wiener Austria bei Sturm Graz wurde von einem Schock-Moment überschattet. Ein Fan stürzte in den Stadiongraben
Heute Redaktion
27.04.2023, 07:47
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in der zehnten Minute kannte der Jubel im violetten Gästesektor keine Grenzen. Austrias Torgarant Haris Tabakovic hatte die "Veilchen" mit 1:0 in Front gebracht, lief jubelnd zum mitgereisten Anhang. Und stoppte dann seine Freudenbewegungen abrupt. 

Wild gestikulierend rief der Schweizer die Ärzte herbei. Denn ein Fan stürzte von der Tribüne in den Graben vor dem Spielfeld hinunter. Das Blut floss in Strömen, den Austria-Spielern war die Sorge im Gesicht deutlich anzumerken, schließlich verfolgten sie den Absturz aus nächster Nähe. Beide Teamärzte und Sanitäter eilten herbei, um den abgestürzten Fan zu versorgen. Der kam schließlich ins Krankenhaus, dort wurde lediglich eine Platzwunde und eine Armprellung diagnostiziert. Der Austria-Anhänger kam also glimpflich davon, verbrachte die Nacht zur Beobachtung aber im Krankenhaus. 

"Ein Schock"

"Ich war ganz vorne. Ich habe nur gesehen, wie er gefeiert hat und dann ist er mit dem Kopf voran auf den Boden gefallen", schilderte der 25-Jährige bei "Sky" die dramatischen Minuten. "Er hat sich nicht mehr bewegt, ich hatte einen Schock, hab schnell die Physios gerufen", berichtete Tabakovic weiter. 

Während die Erstversorgung des Fans noch lief, es keinerlei Informationen über dessen Gesundheitszustand gab, wurde es im Stadion mucksmäuschenstill. Beide Fanlager hatten aus Respekt vor dem abgestürzten Austria-Fan die Gesänge eingestellt. Schiedsrichter Markus Hameter ließ allerdings weiterspielen. Dafür gab es einige Minuten lang Pfiffe. "Er wusste nicht, ob er eine kurze Pause machen soll. Wir haben dann weitergespielt, dann war es aus den Köpfen raus", so der Torjäger. 

"Diese Scheiß-Tore"

Der sich mit Blick auf die zweite Niederlage in Folge besonders frustriert zeigte. Wieder erzielten die Wiener zwei Treffer – Tabakovic schnürte den Doppelpack – wieder war es zu wenig. "Es tut einfach weh. Wir schießen jedes Spiel so viele Tore, da müssen Punkte herausschauen. Aber wir machen Fehler, kriegen diese Scheiß-Tore. Es ist Unkonzentriertheit, Naivität. Sturm hat brutale Qualität. Aber wir müssen unsere Punkte machen", schloss Tabakovic. 

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