Fans schimpfen Spieler als Nazi: Match abgebrochen

Aufregung in Spanien! Nachdem Fans einen Gegenspieler als Nazi beschimpft hatten, wurde ein Zweitliga-Spiel abgebrochen.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht Roman Sosulja. Der Ukrainer spielt in der spanischen zweiten Liga für Albacete Balompie und steht im Ruf, rechtsgerichtete und paramilitärische Gruppen in seinem Heimatland zu unterstützen. Auf Twitter kursieren Bilder von ihm, auf denen er mit militärischer Ausrüstung und rechten Symbolen posiert.



Aufgrund seiner Gesinnung blieb 2017 sein Engagement zu Rayo Vallecano nur von kurzer Dauer – die mehrheitlich linksgerichteten Fans des Madrider Vorstadt-Klubs lehnten ihn ab, er wurde an Albacete Balompie abgegeben. Nun trafen die beiden Teams in der Liga aufeinander.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Dabei wurde Sosulja von den Vallecano-Fans als Nazi beschimpft. Konsequenz: Schiedsrichter Jose Antonio Lopez Toca entschied nach einer torlosen ersten Halbzeit, das Spiel nicht mehr anzupfeifen. Zuvor waren die Fans per Lautsprecher vom drohenden Abbruch informiert worden, sollten die Beschimpfungen nicht aufhören.



Sosulja weist Nazi-Vorwürfe von sich. "Ich unterstütze nur mein Land", meint er zu seinem Verhältnis zu den paramilitärischen Gruppen. Zwar meint Albacete-Vizepräsident Victor Varela, der Spieler sei nach dem Eklat "völlig zusammengebrochen".

Das Außenministerium der Ukraine fordert nun Strafen für die Fans. Die Vorwürfe gegen den Spieler sollen auf "Klischees der russischen Propaganda" basieren. "Sein Land zu lieben und sich um dessen Schicksal zu sorgen, ist ein natürliches Merkmal eines bewussten Staatsbürgers in der zivilisierten Welt", heißt es. Die spanische Liga teilte mit, sie unterstütze die Entscheidung, das Spiel abzubrechen.

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