Der Leiter des US-Zentrums für Terrorbekämpfung, Joe Kent, hat am Dienstag in einem offenen Brief seinen Rücktritt erklärt. Darin kritisierte er den Iran-Krieg der Regierung scharf.
Kent behauptete, es habe "keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation" bestanden. Die USA hätten den Krieg "aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby" begonnen, so Kent.
Wie n-tv.de berichtet, ermittelt das FBI nun gegen den zurückgetretenen Terrorbekämpfer. Taylor Budowich, stellvertretender Stabschef des Weißen Hauses, behauptete, Kent habe "oft im Zentrum von Informationslecks zur nationalen Sicherheit" gestanden.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, Kents Brief sei voller "falscher Behauptungen". Der Vorwurf, Trump sei von einem anderen Land in den Krieg getrieben worden, sei "beleidigend und lächerlich".
Trump selbst sagte über Kent: "Ich habe ihn in Sicherheitsfragen immer für schwach gehalten." Als er dessen Erklärung las, sei ihm klar geworden, "dass es gut ist, dass er weg ist".
International gibt es erhebliche Zweifel daran, dass eine direkte Bedrohung durch den Iran bestand. Viele Experten gehen davon aus, dass Teheran nicht über Raketen mit der nötigen Reichweite verfügt. Zudem hatte die Trump-Regierung im Sommer 2025 erklärt, das iranische Atomprogramm restlos zerstört zu haben.