FC Lustenau könnte Donnerstag untergehen

Bild: GEPA pictures

Der insolvente FC Lustenau hat nur noch bis Donnerstag Zeit, den Spielbetrieb bis zum Ende der Saison zu sichern. Das Land Vorarlberg könnte mit einer Finanzspritze helfen, doch den Beamten sind aufgrund fehlender Rechnungen die Hände gebunden.

Der Fünftplatzierte der Erste Liga hatte vergangene Woche Insolvenz beantragt. Die Schulden belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, im Vorfeld war noch von 800.000 Euro die Rede. Der älteste Fußballverein Vorarlbergs begründete den Schuldenstand mit "erheblichen Rückzahlungsverpflichtungen nach einer Steuerprüfung, die nicht mehr bezahlt werden können", andererseits seien geplante Sponsoreinnahmen ausgeblieben.

Der Verein verfügt nur noch über ein Konto mit rund 8.000 Euro. Das reicht nicht einmal, um die Verfahrenskosten zu bezahlen. Die Fortführung des Spielbetriebes ist ernsthaft gefährdet, es sei nicht sicher, ob das Spiel gegen Kapfenberg am Dienstag noch stattfinden wird. Sollte der FC nicht weiterspielen, würden alle restlichen Saisonspiele mit 0:3 strafverifiziert werden.

Rechnungen fehlen

Die einzige Hoffnung, dass die Saison noch fertiggespielt wird, wäre eine Finanzspritze des Landes. Dem Verein stünde wie anderen Sportvereinen eine Strukturförderung in der Höhe von 100.000 Euro sowie eine Fahrtkostenrückerstattung von 15.000 Euro zu. Dann wäre der Spielbetrieb gesichert und von der Bundesliga würde es auch noch 165.000 Euro geben.

Um das Geld zu erhalten, müsste der Verein lediglich entsprechende Rechnungen einreichen - bislang kam aber nichts. Laut Masseverwalter Klaus Grubhofer bleibt nur noch bis Donnerstag Zeit, die Rechnungen einzureichen, sonst werde der Spielbetrieb eingestellt. Fix ist aber. dass das Land Vorarlberg die Nachwuchsabteilung retten wird.

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