Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat laut dem Pharmakonzern Moderna einen neuen Grippe-Impfstoff des Unternehmens zugelassen. Zuvor hatte die Behörde einen Antrag auf Prüfung des Vakzins abgelehnt.
mFlusiva ist der erste Influenza-Impfstoff von Moderna auf mRNA-Basis und ist für Menschen ab 50 Jahren freigegeben, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Laut Moderna soll der Impfstoff in den USA ab der nächsten Grippesaison erhältlich sein.
Im Februar hatte Moderna mitgeteilt, dass die FDA die klinischen Studien zu mFlusiva als unzureichend eingestuft hat. Daher wurde der Antrag auf Prüfung des neuen Impfstoffs zunächst abgelehnt.
Nach einem von Moderna als "konstruktiv" beschriebenen Treffen änderte die FDA eine Woche später ihre Meinung. Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte in der Vergangenheit immer wieder die mRNA-Technologie kritisiert und staatliche Förderungen für die Forschung in diesem Bereich gestrichen.
Unter Kennedy forderte die FDA eine neue Bewertung der Zulassungsverfahren für gewisse Impfstoffe, darunter auch Grippe-Impfungen. Das sorgte bei Gesundheitsexperten für Verunsicherung.
Kennedy ist als Impfkritiker bekannt und fiel immer wieder mit Verschwörungsgeschichten auf.