Wut bei Lewis Hamilton! Beim Auftakt-Rennen der Formel-1-Saison in Melbourne sorgte ein Strategie-Fehler von Ferrari für mächtig Ärger. Während einer Virtual-Safety-Car-Phase nach dem Ausfall von Isack Hadjar entschieden sich die Ferrari-Strategen, weder Hamilton noch Charles Leclerc an die Box zu holen. Eine Entscheidung, die sich als großer Fehler herausstellte.
Am Teamfunk platzte Hamilton der Kragen. Zu seinem Ersatz-Renningenieur Carlo Santi knurrte der siebenfache Weltmeister: "Lasst mich einfach fahren!" Während die meisten Teams die Situation für einen Boxenstopp nutzten, blieben beide Ferrari-Piloten draußen – und verloren entscheidende Zeit. Hamilton erkannte den Fehler sofort und schimpfte über Funk: "Zumindest einer von uns hätte reinkommen müssen!"
Am Ende ist der Schaden groß: Mercedes-Star George Russell gewinnt, sein Teamkollege Kimi Antonelli wird Zweiter. Leclerc rettet Platz drei, Hamilton musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.
Der Unmut dürfte aber schnell wieder abgeklungen sein. Trotz des verpassten Podiums zeigte sich der Brite nach dem Rennen nämlich überraschend gelassen. "Ich fühle mich großartig. Ich hätte noch weiterfahren können – schade, dass das Rennen nicht länger war", sagt Hamilton. Mit ein paar zusätzlichen Runden hätte er sich Platz drei noch holen können.
Für die kommenden Rennen bleibt der Ferrari-Star optimistisch: "Das Auto fühlt sich gut an. Aber wir müssen noch aufholen – Mercedes hat im Moment einfach mehr Power." Schon vor dem Saisonstart zeigte sich der Brite körperlich in Top-Form. In den Sozialen Medien postete er einige Bilder, auch oberkörperfrei, von sich beim Training. Dabei war mit freiem Auge ersichtlich: Der Rekord-Champion ist in bester körperlicher Verfassung. Er selbst gestand, noch nie so viel für eine Saison trainiert zu haben.