Sport

Felix las vor Sprung seine Todesnachricht

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:12

Vor wenigen Tagen ist der Extremsportler Felix Baumgartner in Österreich wie ein Nationalheld empfangen worden. Nun packt er Details über seinen Sprung aus der Stratosphäre aus. Packend: die erstickende Enge in seinem Raumanzug, die Hilfe eines Psychologen und Vorkehrungen für den Fall seines Todes. Eine Aussage in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" verwundert. In Österreich bräuchte es "eine gemäßigte Diktatur" um etwas bewegen zu können, meint er.

Vor wenigen Tagen ist der . Nun packt er Details über seinen Sprung aus der Stratosphäre aus. Packend: die erstickende Enge in seinem Raumanzug, die Hilfe eines Psychologen und Vorkehrungen für den Fall seines Todes. Eine  Aussage in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" verwundert. In Österreich bräuchte es "eine gemäßigte Diktatur" um etwas bewegen zu können, meint er.

Dem Magazin „Spiegel“ verriet Super-Felix jetzt, dass sein Stratos-Projekt fast an seiner Platzangst im Raumanzug gescheitert wäre: „Er ist eng, unbequem und völlig dicht. Ich habe mich gefühlt wie in einem Gefängnis. Dazu war es unfassbar heiß da drin. Anfangs hielt ich es nur eine Stunde aus.

Binnen 15 Sekunden gestorben

Mehr erschien mir unmöglich. Ich war am Boden zerstört.“ Psychologe Michael Gervais half: „Er sagte, ich sollte mir vorstellen, dass ich nie mehr aus dem Anzug herauskomme. Diese Schocktherapie wirkte.“ Hätte die Technik versagt, wäre Baumgartner binnen 15 Sekunden gestorben, weil „die Flüssigkeit im Körper zu kochen beginnt“.

Auch für diesen Extremfall war in der Live-Sendung vorgesorgt: „Die Kameras wären sofort abgeschaltet worden. Und ein Pressetext war vorbereitet. Ich habe meine eigene Todesnachricht abgesegnet. Das war ziemlich bizarr.“

Diktatur-Sager

In einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" outete er sich, gewollt oder nicht, als Fan von totalitären Systemen. Auf die Frage, ob er sich einen Wechsel in die Politik vorstellen könne, antwortete er dort folgendermaßen:

"Nein, man hat das am Beispiel Schwarzenegger gesehen: Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen. Wir würden eine gemäßigte Diktatur brauchen, wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, sie sich wirklich auskennen."

Ob er sich damit indirekt für einen Posten im Team von Frank Stronach, der ja in ein ganz ähnliches Horn bläst, empfiehlt, oder, ob Baumgartners Mäzen Didi Mateschitz ebenfalls die Gründung einer Partei in Erwägung zieht, kann aus seiner Aussage nicht genau geschlossen werden.

Wohnung in Schweiz

Auch die Verlegung seines Wohnorts in die Schweiz rechtfertigt er mit einem Misstrauen in die heimische Steuerpolitik. Das System der Eidgenossen sei sicher und verständlich. In Österreich gäbe es viele Beamten, "die meinen, das, was ich mache, ist kein Sport."

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