Fellers neue Taktik im Kampf gegen Insta-Hass

Hier fährt sich "Rapper" Feller den Hater-Frust von der Seele.
Hier fährt sich "Rapper" Feller den Hater-Frust von der Seele.Bild: Screenshot

Manuel Feller sorgte mit seinem Rap-Rundumschlag vergangene Woche für Aufregung. Seither geht er es ruhiger an. Er hat eine neue Taktik im Umgang mit den Social-Media-Hatern.

Es ist keine einfache Saison für Manuel Feller. Der ÖSV-Techniker erlitt im Herbst seinen zweiten Bandscheibenvorfall, muss sich seit der Zwangspause mit Trainingsrückstand, schwankender Form und harter Kritik der Ski-Fans auseinandersetzen.

Hater-Problem

Feller trägt sein Herz auf der Zunge und hält seine Follower auf Instagram stets auf dem Laufenden. Weil die Leistungen aus oben genannten Gründen heuer nicht passen, bekommt der 27-Jährige die negativen Seiten der sozialen Medien in voller Härte zu spüren.

Baby-Shitstorm

Als er im Dezember ein Trainingsvideo mit seinem Sohn Lio ins Netz stellte, löste er damit einen kleinen Shitstorm auf. Beobachter echauffierten sich, er riskiere eine Verletzung seines Babys. Feller platzte der Kragen, die Kritik gehe ihm "am A.... vorbei".

Rap-Video

Ganz so kalt lässt ihn die anhaltende, teils untergriffige Kritik nicht. Das zeigte ein, zugegeben kultiges Rap-Video in der vergangenen Woche deutlich. Feller teilte "Shots" gegen "all die Möchtegerntrainer" aus, hielt den Mittelfinger in die Kamera, konnte sich das eine oder andere Schimpfwort nicht verkneifen.

Schröcksnadel-Intervention

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gefällt der Rap. Nur die letzten paar Sekunden hätte sich Feller sparen können, erklärte der Boss am Mittwoch im Beisein von "Heute" in Wien. Die angesprochene Passage ist jene, in der Feller den Mittelfinger in die Kamera streckt und mit harten Ausdrücken wie "fuck you" um sich wirft. Für die letzten fünf Sekunden hat sich Feller übrigens entschuldigt, er habe sich mitreißen lassen. Den Ärger über die Welle an Hass, die dem Skifahrer heuer entgegenschlägt, kann sein Chef gut verstehen.

Neuer Insta-Auftritt

Schröcksnadel hat einen Rat parat: einfach auf Social Media verzichten. Der 78-Jährige ist allgemein kein Fan davon. Ganz ohne geht für einen jungen Sportler wie Feller freilich nicht. Er scheint den Rat der ÖSV-Spitze aber teilweise zu beherzigen.

Denn: Am Donnerstag meldete sich Feller auf nach seinem Rap-Auftritt auf Instagram zurück. Keine Story – dieses Mal nur ein Posting, ein einzelnes Foto. Dafür wieder mit Baby Lio und einer gemeinsamen, sportlichen Aktivität.

Feller fährt in Saalbach, Salzburg, mit den Schlittschuhen über den Weißensee. Dabei schiebt er seinen Buben im Kinderwagen vor sich her. Stand Freitagmorgen finden den Beitrag 13.380 Personen herzig. Kommentare? Null!

Die Kommentar-Funktion wurde für das Posting in weiser Voraussicht deaktiviert. Die neue Social-Media-Taktik des Tirolers. Bei seinen älteren Postings wurden die Kommentare eingeschränkt, sie werden also vor Veröffentlichung überprüft.

So schützt Feller sich selbst und seinen Lio vor dem nächsten möglichen Shitstorm, kann er sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

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