Felssturz kann Ski-Auftakt in Sölden nicht stoppen

34 Bewerbe bei den Damen in 18 Orten, 35 bei den Herren an ebenfalls 18 Schauplätzen und zwei Teamevents - der auf dem Söldener Rettenbachferner beginnende alpine Ski-Weltcup wartet auch im Olympiawinter mit einem dichtem Programm auf. Titelverteidiger im Gesamtweltcup sind der Salzburger Marcel Hirscher und die Slowenin Tina Maze, prominenteste Abwesende beim Gletscher-Start in die 48. Weltcup-Saison ist die US-Amerikanerin Lindsey Vonn.

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Selbst ein Felssturz auf der Tiroler Ötztalstraße (B 186) Donnerstagfrüh zwischen Obergurgl und Sölden kann den Ski-Auftakt nicht stoppen. Mehrere Kubikmeter Fels waren auf die Straße gedonnert. Nach der Überprüfung durch den Landesgeologen und einer Sperre wurde die Straße Richtung Gletscher nach den Aufräumarbeiten wieder freigegeben.

Österreich ist in diesem Winter insgesamt siebenmal Gastgeber von Weltcupbewerben, Anna Fenninger, Marlies Schild und Co. fahren auch noch in Lienz, Altenmarkt-Zauchensee und Flachau, die Truppe rund um Marcel Hirscher und Klaus Kröll legt zudem in Kitzbühel und Schladming los. Ein Mannschaftsbewerb geht unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Innsbruck in Szene, es sind damit erstmals zwei Teamentscheidungen in einer Saison eingeplant.

Österreich wartet auf Sieg in Sölden

In Sölden hat der ÖSV seit 2008 (Kathrin Zettel) bzw. 2005 (Hermann Maier) nicht mehr gewonnen. Die Möglichkeiten für einen rot-weiß-roten Erfolg zum 20-Jahr-Jubiläum sind aber da. "Wir haben mit Hirscher, Philipp Schörghofer, Marcel Mathis ganz starke Läufer am Start. Sölden ist sicherlich ein sehr wichtiges Rennen, sollte aber auch nicht überbewertet werden. Es ist supercool, wenn man gleich vorne mit dabei ist. Man hat aber nachher über einen Monat Zeit zum Nachjustieren", sagte Herren-Rennsportleiter Mathias Berthold.

2012 deklassierte Ligety in Sölden die Konkurrenz, er hatte 2,75 Sekunden Vorsprung auf den Südtiroler Manfred Mölgg und 3,12 auf den drittplatzierten Hirscher. Der Abstand verringerte sich im Laufe des WM-Winters, allerdings gewann Ligety sechs der acht Riesentorläufe und wurde zweimal Dritter (je ein Sieg Hirscher und Alexis Pinturault/Frankreich). Was der Status quo ein Jahr nach der großen Materialumstellung ist, wird sich am Sonntag bei prognostiziertem Schönwetter zeigen.

Alles freut sich auf Bode Miller

Jürgen Kriechbaum, der im Frühjahr als Nachfolger von Herbert Mandl als ÖSV-Damen-Chef präsentiert worden ist, erhofft sich am Nationalfeiertag eine ordentliche Mannschaftsleistung. "Einen Sieg kann man nicht bei jedem Rennen verlangen. Ein gutes mannschaftliches Auftreten ist wichtig. Wenn ganz vorne jemand wäre, dann wären wir natürlich noch glücklicher", meinte er. "Sölden gibt gewisse Rückschlüsse für die Saison. Aber wenn man in Sölden noch nicht ganz vorne mit dabei ist, heißt das nicht, dass man das im Saisonverlauf nicht noch sein wird."

Auf das Antreten in Sölden verzichtet Lindsey Vonn, sie benötigt noch mehr Training. Ihr Comeback wird sie erst Ende November und Anfang Dezember bei den Rennen in ihrer US-Heimat in Beaver Creek geben wird. .

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