Fenninger am Podest - Vonn überrascht

Deutschlands Ski-Star Maria Höfl-Riesch hat am Samstag auch die zweite Weltcup-Abfahrt in Lake Louise gewonnen. Die 29-Jährige setzte sich vor der Liechtensteinerin Tina Weirather (+0,34 Sek.) sowie der Salzburgerin Anna Fenninger (+0,47) durch. Mit ihrem 26. Weltcupsieg, dem zehnten in der Abfahrt, übernahm Höfl-Riesch auch die Führung in der Gesamtwertung.

 Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn (+1,26) zeigte sich nach Rang 40 am Vortag in ihrem zweiten Rennen nach stark verbessert und tankte als Elfte viel Selbstvertrauen für den abschließenden Super-G am Sonntag in Kanada. "Das gestern war nur ein Probelauf, heute bin ich mit viel mehr Selbstvertrauen und Risiko gefahren", betonte die Olympiasiegerin.

"Bin sehr zufrieden und stolz"

Vor allem die Tatsache, dass es auf ihrer Lieblingsstrecke noch nicht fehlerfrei lief, stimmte sie zuversichtlich für Sonntag. "Es war sicher nicht mein bester Lauf, trotzdem bin ich sehr, sehr zufrieden und stolz. Das war vor allem eine Kopfsache, ich musste nach dem Trainingssturz wieder alles neu aufbauen", erklärte Vonn, die sich für das letzte Übersee-Rennen besonders viel vorgenommen hat.

Da auch ihr Freund, US-Superstar Tiger Woods, bei Halbzeit des World-Challenge-Turniers in Thousands Oaks in Führung lag, hofft sie auf doppelten Grund zum Feiern. "Ich habe ihm gesagt: 'Du musst einfach super spielen, dann können wir vielleicht am selben Tag gewinnen'", verriet Vonn.

Doppelsieg von Höfl-Riesch

Der Weg zum Sieg wird wohl wieder über Höfl-Riesch führen. "Es war um einiges schwieriger als gestern. Ich habe auch nicht alles so gut erwischt, bin jetzt aber natürlich überglücklich", strahlte die Doppelsiegerin, die nun im Super-G den "Hattrick" perfekt machen will. "Nach so einem Sieg steigt das Selbstvertrauen. 'Wenns laft dann lafts', da geht einem alles leichter von der Hand."

Auch Fenninger "fällt das Rennfahren derzeit sehr leicht". Deswegen klappte es nun auf der von ihr bisher ungeliebten Olympia-Strecke in Kanada mit einem Podestplatz, nachdem sie am Vortag bereits Vierte geworden war. "Heute bin ich besser gefahren. Ich habe mir aber nicht wirklich erwartet, dass es hier so gut läuft. Das freut und beruhigt mich jetzt sehr. Jetzt freue ich mich auf den Super-G", betonte die Salzburgerin.

Hütter mit Startnummer 35 auf Rang 7

Neben ihr hatte auch die Steirerin Hütter gut lachen. Die 21-Jährige fuhr mit Startnummer 35 auf Platz sieben - ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis. "Ich habe gewusst, dass ich es gut erwischt habe, echt lässig", lautete der erste Kommentar von Hütter, die vor den Augen ihres mitgereisten Vaters ebenfalls am Sonntag voll angreifen und dieses Ergebnis bestätigen möchte.

Mit ihrer engeren Landsfrau Elisabeth Görgl landete als Zehnter landeten insgesamt drei ÖSV-Damen in den Top Ten. "Es geht aufwärts. Leider hatte ich im oberen Teil einen blöden Fehler und viel Zeit liegen gelassen, aber sonst war es eine saubere und gute Fahrt", meinte die Ex-Weltmeisterin. "Ich werde jetzt versuchen, am Sonntag noch einen weiteren Schritt nach vor zu machen."

Rennen bei eisiger Kälte

Das Rennen wurde bei minus 26 Grad Celsius absolviert, nachdem das Thermometer eine Stunde vor dem Rennen noch minus 39 angezeigt hatte. In den Morgenstunden war es sogar noch kälter gewesen, weswegen der Sessellift vorerst nicht in Betrieb hatte genommen werden können.

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