Seit Monaten stellt sich im Umfeld der britischen Royals die Frage, welche Rolle Sarah Ferguson im Zusammenhang mit Andrew und dessen Verbindungen zu Jeffrey Epstein tatsächlich spielt. Während die Exfrau des früheren Prinzen im Zuge ihres Untertauchens zuletzt in Österreich gesehen wurde, kursieren Berichte über eine mögliche strategische Positionierung: Demnach sei ein umfassendes Interview von ihr nicht ausgeschlossen.
Parallel dazu wird laut Royal-Autor Andrew Lownie über mögliche finanzielle Absprachen mit dem Königshaus spekuliert, bei denen Ferguson im Gegenzug für eine Art Absicherung auf Enthüllungen verzichten könnte. Sie soll laut Medienberichten eine Pension der Royals fordern.
Innerhalb der Familie sollen dabei unterschiedliche Lager existieren – während Queen Camilla sowie Prinz William und sowie Prinzessin Kate vor allem auf Distanz und Schadensbegrenzung setzen, soll König Charles III eher zu einer pragmatischeren, teils persönlich motivierten Lösung tendieren.
Brisant ist dabei allerdings auch Fergusons mediale Vergangenheit: Interviews und Auftritte in Fernsehformaten gehören seit Jahren zu ihrem öffentlichen Profil, zeitweise auch in ungewöhnlicheren Formaten.
In diesem Kontext wird auch über mögliche neue Dokumentationen spekuliert, etwa im Umfeld großer Streaminganbieter, die sich mit dem Epstein-Komplex oder der Rolle rund um Andrew befassen könnten.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie weit mögliche Aussagen für sie selbst rechtlich oder reputativ heikel werden könnten, da auch ihre Kontakte zu Epstein in der Vergangenheit dokumentiert sind. Während Ferguson bislang nicht polizeilich befragt wurde, wurde Ex-Prinz Andrew selbst bereits kurzzeitig festgenommen und vernommen. Gegen ihn sollen Ermittlungen laufen.