Es wird verhandelt

Ferrari und Audi blockieren Verstappens F1-Zukunft

Max Verstappen bekannte sich zuletzt zumindest für 2027 zur Formel 1. Doch die Zukunft des Niederländers hängt plötzlich am seidenen Faden.
Sport Heute
26.05.2026, 11:46
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Mit Rang drei im Grand Prix von Kanada meldete sich Verstappen am Sonntag wieder in der Formel-1-Spitze zurück, der Vierfach-Weltmeister holte den ersten Podestplatz der Saison 2026. Schon im Vorfeld hatte der Niederländer angekündigt, auch 2027 an den Start zu gehen, damit Spekulationen über einen Abgang oder ein Pausenjahr beendet.

Ausschlaggebend dafür war eine von der FIA angekündigte Grundsatzeinigung zu Anpassungen der Motoren für die nächste Saison. Aktuell kommen jeweils rund 50 Prozent der Leistung vom Verbrennungsmotor und vom E-Antrieb, die Aufteilung soll in der nächsten Saison zugunsten des Verbrenners auf das Verhältnis 60:40 verschoben werden.

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"Das ist eigentlich das Minimum von dem, was ich erhofft habe. Es geht in die richtige Richtung", meinte Verstappen jüngst zu den geplanten Motor-Anpassungen. Danach betonte der Vierfach-Weltmeister: "Es geht nicht darum, ob ich ein gutes Auto habe, es geht um das Produkt. Wenn die Änderungen kommen, wird der Spaß wieder größer." Zu Saisonbeginn hatte der 28-Jährige mit Blick auf das aktuelle Motoren-Reglement noch von "Anti-Racing" und "Formel E auf Steroiden" gesprochen, damit klar seinen Unmut zum Ausdruck gebracht.

Blockade von Ferrari und Audi

Doch die Motor-Anpassungen, und damit letztlich auch der Verstappen-Verbleib in der Motorsport-"Königsklasse", hängen nun am seidenen Faden, berichtet zumindest "Motorsport.com". Demnach würde in der Formel 1 hinter den Kulissen bereits heftig verhandelt, Verstappen und seine Zukunft damit zum Spielball der Motorenbauer werden.

Während Red Bull/Ford und Mercedes die geplanten Anpassungen für 2027 bereits unterstützen sollen, würde von der Konkurrenz hingegen ein Veto kommen – Ferrari, Audi und auch Honda sollen sich dem Bericht zufolge gegen die Motoren-Anpassungen stellen, die Änderungen erst für 2028 umsetzen wollen. Der Grund dafür: Neben den Veränderungen am Motor müssten auch Anpassungen am Chassis und an der Kühlung vorgenommen werden. Gerade für Neueinsteiger Audi würde das Mehrausgaben in Millionenhöhe bedeuten.

Audi soll demnach die Änderungen zwar unterstützen, würde den Zeitplan aber als deutlich zu eng empfinden. Ferrari hingegen soll um einen Nachteil gegenüber den Konkurrenzmotoren fürchten. Die FIA soll in Kanada bereits intensiv versucht haben, eine Kompromisslösung zu finden – bisher ohne Erfolg.

Und das könnte eben auch Auswirkungen auf Verstappen haben. "Wenn alles so bleibt, wird nächstes Jahr sehr lang", sagte der Vierfach-Weltmeister nach dem Qualifying von Montreal. Für derartige Regeländerungen braucht es aber eine Mehrheit. Und die ist aktuell nicht in Sicht.

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