Am letzten Tag der ersten Testserie für die neue Formel 1-Saison 2015 setzte Ferrari noch einmal ein Zeichen. Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen stellte am letzten der vier Testtage die absolute Bestzeit der Testserie auf. Die Konkurrenz zeigt sich von der wiedergewonnenen Ferrari-Stärke beeindruckt.
Mit 1:20,841 fuhr Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen am letzten Testtag in Jerez bei den traditionellen ersten Tests nach der Winterpause die schnellste Runde der viertägigen Testeinheit. An den ersten beiden Tagen hatte noch Sebastian Vettel die Bestzeit aufgestellt. Schon nach den ersten Testfahrten wird klar: Ferrari ist auf einem guten Weg. Das Team aus Maranello hat nach schwachen Jahren wieder in die Spur gefunden.
"Es ist ein neues Auto, und für gewöhnlci hweißt du, ob es gut ist oder nicht. Es ist komplett anders als im vergangenen Jahr", erklärte der finnische Ferrari-Pilot. Neo-Teamchef Maurizio Arrivabene sah einen klaren Fortschritt in der neuen Saison: "Ermutigende Zeichen", war der Italiener zufrieden. "Das Auto ist definitiv eine Verbesserung zum 2014er-Modell", so Räikkönen weiter.
Mercedes testete Longrun
Nicht ins Spitzenfeld in Jerez schaffte es das Weltmeister-Team Mercedes. Vorjahres-Champion Lewis Hamilton legte es in Südspanien aber auch nicht auf Bestzeiten an. Insgesamt spulte das deutsche Team 514 Runden mit mehr als 2.200 Kilometer ab.Dadurch soll der neue Bolide im Londrun getestet werden. Für die Experten bleiben Lewis Hamilton und Nico Rosberg die Top-Favoriten für die neue Formel 1-Saison.
"Im vergangenen Jahr war unsere Zuverlässigkeit das Problem. Daher liegt der Fokus auch darauf", erklärte Rosberg die Testfahrten. Weltmeister Lewis Hamilton freute sich über klare Fortschritte in der SHaltbarkeit seines neuen Boliden: "Es war wirklich unglaublich zu erleben, wie zuverlässig das Auto in dieser Woche gewesen ist", so der Brite.
Stotterstart von Red Bull
Das Red Bull-Team startete genauso wie letztes Jahr holprig in die neue Saison. zwar kam das österreichische Team zu mehr Testkilometern als noch im abgelaufenen Jahr, doch fielen die "Roten Bullen" eher mit ihrem Zebra-Look als mit schnellen Rundenzeiten auf. Noch dazu zerstörte Daniil Kwjat den einzigen verfügbaren Frontflügel.
McLaren plagte sich noch mit "Kinderkrankheiten" des neuen Motorlieferanten Honda. "Wir lernen jede Runde etwas dazu", sagte Fernando Alonso. Überraschen konnte Sauber. Das Schweizer Team fuhr im Spitzenfeld mit und lag nahe an Ferrari dran. Sauber fährt ebenfalls mit Ferrari-Triebwerken im Heck.
Vor dem Beginn der neuen Saison am 15. März stehen noch zwei viertägige Einheiten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona an.