Erst fliegen auf der Strecke die Fetzen, danach kracht es verbal. Nach dem teaminternen Zoff beim Grand Prix von Monza rudert jetzt Charles Leclerc zurück und entschuldigt sich bei Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton.
Auslöser war ein heißes Duell gleich zu Beginn des Rennens. Bereits in der ersten Schikane gerieten die beiden Ferrari-Stars aneinander. Leclerc drängte Hamilton neben die Strecke, der Rekordweltmeister fiel dadurch zwischenzeitlich bis auf den zehnten Platz zurück.
Nach dem Rennen wollte Leclerc die Schuld zunächst noch auf beide Fahrer verteilen. "Wir sind zu weit gegangen", meinte der Monegasse. Eine Aussage, die Hamilton überhaupt nicht gefiel.
Der Brite stellte anschließend klar, wie er die Szene gesehen hatte: "Ich war in Kurve zwei vorne. Am Scheitelpunkt war ich weiter vorne. Ein ‘Wir‘ gibt es da nicht." Damit war der Ärger zwischen den beiden Ferrari-Stars öffentlich.
Einige Tage später schlägt Leclerc nun allerdings andere Töne an. "Ich bin zu weit gegangen", gesteht er und übernimmt damit die Verantwortung für das Manöver. Gleichzeitig erklärt der Ferrari-Pilot: "Wir haben die Situation geklärt!"
Sportlich gab es für die Scuderia in Monza ohnehin nichts zu feiern. Ausgerechnet beim Heimrennen erlebte Ferrari einen bitteren Nachmittag. Leclerc schied nach einem Unfall aus, Hamilton kam nicht über den sechsten Platz hinaus.
Beim nächsten Grand Prix in Madrid soll nun wieder Ruhe einkehren – und vor allem das Ergebnis deutlich besser ausfallen. Zumindest der Streit zwischen den beiden Ferrari-Stars scheint vorerst ausgeräumt.