Aufruhr in Frankreich

Feuer, Gewalt, Festnahmen – Schüler-Proteste eskalieren

Frankreich versinkt im Schüler-Protest: Brennende Schulen, angezündete Busse, Feuerwerkskörper und Tränengas sorgen für eskalierende Szenen.
Newsdesk Heute
01.10.2026, 13:55
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Frankreichs Schüler gehen auf die Barrikaden und sorgen für eine Eskalation, die sich durchs ganze Land zieht. Laut dem Innenministerium kam es zu Gewalt, Angriffen auf Einsatzkräfte, Sachbeschädigungen und Angriffen auf Einrichtungen.

So kam es Donnerstag in Nantes zu einem größeren Brand in einer Schule. Auch in Marseille brannte es – hier waren Busse das Ziel. Vor Schulen in Lille, Brest und Straßburg wurden Mülleimer angezündet. In dem Pariser Vorort Saint-Denis kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Die Schüler zündeten Feuerwerkskörper, die Beamten setzten Tränengas ein. Auch rund zwei Dutzend Universitäten wurden blockiert, berichtet der "Tagesspiegel".

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Mehrere Verletzte

Grund für die Proteste, die schon seit der vergangenen Woche andauern, sind zahlreiche Missstände an den weiterführenden Schulen des Landes. Baufällige Schulgebäude, Lehrermangel, fehlende Materialien und zu lange Schultage sorgten für Unmut bei den jungen Menschen, auch die Politikverdrossenheit im Land zeige ihre Auswirkungen. Für den Donnerstag hat Premierminister Sébastien Lecornu jedenfalls eine Krisensitzung einberufen.

Bereits am Mittwoch waren 356 Schulen von den Protesten betroffen. Dabei kam es zu 625 Festnahmen und 83 verletzten Polizisten. Laut dem Bildungsministerium wurden bisher auch 119 Schüler, Lehrer und Aufsichtskräfte verletzt.

Bildungsminister Édouard Geffray sprach auf X über "unsägliche Gewalt". Ihm zufolge dürfte das Demonstrationsrecht nicht als Rechtfertigung für solche Taten dienen. In der Region Île-de-France werden die entstandenen Schäden auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

red,Akt. 01.10.2026, 13:59, 01.10.2026, 13:55