Russlands Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. "Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen", sagte Trump am Donnerstag und fügte an: "Und er hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett." Eine Bestätigung von russischer Seite gibt es dafür aber nicht.
Die örtlichen Behörden arbeiten unterdessen intensiv daran, die Wärme- und Stromversorgung wiederherzustellen. Für die kommenden Tage hat der ukrainische Wetterdienst vor extremem Frost mit nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 30 Grad gewarnt. Nach jüngsten Behördenangaben wurden am Donnerstag bei russischen Angriffen auf Ziele im Zentrum und im Süden der Ukraine sechs Menschen getötet.
ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz kann im Ö1-Morgenjournal bestätigen, dass in der Nacht tatsächlich keine weiteren Angriffe auf kritische Infrastruktur gab. Ansonsten war das jeden Tag der Fall. Dass es nun aber eine längere Pause geben wird, "halte ich für eher unwahrscheinlich". Diese nutze immerhin nur der Ukraine und hängt von den weiteren Verhandlungen ab.
Personell hat Russland zwar "massive Ausfälle", aber die Ukraine nun mal ebenso. Und damit der russische Nachschub nicht mehr nachkommt, müsste die Ukraine jeden Monat 50.000 feindliche Soldaten töten. Nichtsdestotrotz kann die Bevölkerung in Kiew jetzt einmal durchschnaufen.
Bis zu 600.000 Menschen sollen ohne Strom und Heizung sein, in den Wohnblocks geht dann natürlich auch der Lift nicht und das Wasser macht Probleme. "Jede Atempause ist willkommen", erklärt Wehrschütz, denn jetzt können endlich die Schäden behoben werden, ohne Gefahr, beschossen zu werden.