Der Kreml hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu potenziellen Gesprächen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin nach Moskau eingeladen.
Bereits in der Vergangenheit hatte Selenskyj wiederholt ein direktes Treffen mit dem russischen Präsidenten verlangt, während die russische Führung entsprechende Gespräche stets hinauszögerte.
Wie Putins Berater Juri Uschakow erklärt, sei ein solches Treffen bereits mehrfach Thema in Telefonaten zwischen Putin und dem US-Präsidenten Donald Trump gewesen.
Russland schließe Verhandlungen grundsätzlich nicht aus, so Uschakow weiter, machte jedoch deutlich, dass derartige Gespräche "gründlich und mit großer Sorgfalt vorbereitet werden müssten".
Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über einen Waffenstillstand sollen am Sonntag dieser Woche in Abu Dhabi fortgesetzt werden. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau.
Bereits am Freitag und Samstag vergangener Woche fand die erste Runde dieser trilateralen Gespräche der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate statt. Diese Beratungen wurden auf Expertenebene abgehalten.
Wie der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dem Portal "Jewropejska Prawda" sagt, seien im Prozess hin zu einer Friedenslösung vor allem die heikelsten Punkte weiterhin ungelöst. Dabei gehe es insbesondere um territoriale Fragen sowie um das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja.
Um in diesen zentralen Fragen voranzukommen, sei Selenskyj bereit, persönlich mit Putin an einen Tisch zu treten, so Sybiha.
Moskau knüpft einen möglichen Waffenstillstand an weitreichende Forderungen. Dazu zählen territoriale Zugeständnisse der Ukraine, vor allem der Rückzug ukrainischer Truppen aus den Regionen Donezk und Luhansk. Das Atomkraftwerk Saporischschja, das größte Kernkraftwerk Europas, befindet sich seit März 2022 – kurz nach Beginn der russischen Invasion – unter Kontrolle russischer Truppen.