Feuerwehr kann nur zuschauen

Eigene Wetterwolke – Feuersturm völlig außer Kontrolle

Erstmals wurde in Frankreich eine Feuerwolke mit eigenem Wettersystem beobachtet, die das Löschen der Brände nahezu unmöglich macht.
Newsdesk Heute
28.07.2026, 12:23
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Ein Feuersturm, ausgelöst durch Waldbrände, hat im Südwesten Frankreichs eine extrem heiße Wolke mit eigenem Wetter entstehen lassen. Das sogenannte Pyrocumulonimbus-Phänomen wurde laut Feuerwehr dort zum ersten Mal überhaupt beobachtet.

Diese Wolken, die man auch Cumulonimbus flammagenitus nennt, entstehen, wenn sich die Luft am Boden so stark aufheizt, dass sie gemeinsam mit Rauch, Wasserdampf und Asche in die Höhe schießt – oft mehrere Kilometer weit, bis in die Stratosphäre.

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Dort oben trifft das heiße Gemisch auf kühle Luftmassen und bildet ein eigenes Wettersystem. Starke Winde, die durch diese Wolke entstehen, fachen das Feuer weiter an. Immer wieder blitzen sogar Blitze aus der Wolke zur Erde, begleitet von einem grollenden Lärm.

"Beispiellos"

Die NASA spricht bei diesen Wolken von feuerspeienden Drachen. Bis jetzt hat man sie vor allem bei Vulkanausbrüchen und riesigen Bränden in Australien und Kanada gesehen. In Frankreich ist das aber etwas völlig Neues – "beispiellos", wie Feuerwehrsprecher Eric Brocardi zur Nachrichtenagentur AFP sagt.

Solche Feuerstürme lassen sich kaum löschen oder unter Kontrolle bringen. Das liegt auch daran, dass die Winde ständig die Richtung wechseln, erklärt Brocardi. "Die Folge ist, dass es sich in alle Richtungen ausbreitet und mehrere Feuerfronten bildet, was die Lage völlig unberechenbar macht."

Laut Brocardi bleiben dann nur zwei Möglichkeiten. Entweder es beginnt zu regnen – "wobei es drei Tage lang heftig schütten müsste". Oder "wir finden einen Weg, das Feuer an einen Ort zu lenken, an dem es von selbst erlischt – zum Beispiel am Meer".

Außer Kontrolle

Im Fall der Feuerwolke im Südwesten Frankreichs konnten sich die Feuerwehrleute nur noch zurückziehen, schildert Brocardi. "Wir müssen anerkennen, dass sich diese Naturgewalt unserer Kontrolle entzieht. Es ist ein kriegsähnliches Szenario, bei dem wir ständig unter Beschuss sind und uns alle in Sicherheit bringen müssen."

Dann hilft laut Brocardi nur noch "Stoizismus". Außerdem könne die Feuerwehr abseits vom direkten Löschen noch einiges tun – etwa strategisch wichtige Stellen verteidigen und Tiere vor den Flammen retten.

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