Kurz vor Mitternacht wurden am 28. Jänner 2026 die Freiwillige Feuerwehr Baden-Weikersdorf und die FF Baden-Stadt zu einem "Gebäudebrand Innenraum" mit Zusatzinfo "vermutlich eine Person noch im Haus" alarmiert.
Aus bislang unbekannter Ursache war im Ortsteil Baden-Weikersdorf in einem Einfamilienhaus ein Brand ausgebrochen. Als die ersten Feuerwehreinsatzkräfte vor Ort eintrafen, wurde dem Feuerwehreinsatzleiter, Kommandant Martin Sinkovits mitgeteilt, dass sich noch eine bettlägerige Frau im Haus befinden soll. Deshalb rückte sofort ein Atemschutztrupp zur Personenrettung ins Gebäude vor, welches in Hanglage verbaut ist.
"Wir sind mit Hilfe der Wärmebildkamera durch die Garage in den bereits stark verrauchten Wohnbereich vorgedrungen und haben uns dort laut bemerkbar gemacht. Zum Glück hörten wir eine Stimme aus einem der Räume im Erdgeschoß", so der Atemschutz-Truppführer.
Dort fanden die Einsatzkräfte, in einem ebenfalls schon verrauchten Zimmer, eine Frau im Pflegebett liegend vor retteten diese mit Hilfe einer sogenannten "RespiHood" (spezielle Rettungshaube) und brachten die Frau mit einem Rollstuhl ins Freie, wo sie sofort dem Rettungsdienst übergeben wurde.
Mit dieser speziellen Rettungshaube kann eine Person, über einen kurzen Schlauch, der direkt mit dem Gerät des Atemschutzgeräteträger verbunden wird, mit Atemluft versorgt und so durch verrauchte Bereiche gerettet werden. Diese sind eine andere Art von Fluchthauben und werden in der Stadt Baden von jedem Atemschutzgeräteträger immer mitgeführt.
Der Brand im Wohnbereich konnte durch die Feuerwehreinsatzkräfte mittels Löschleitung rasch abgelöscht und das Gebäude mit Hilfe eines Druck-Belüfters entraucht werden. Aufgrund der engen Platzverhältnisse war es nicht möglich, alle zufahrenden Fahrzeuge direkt an die Einsatzstelle heranzubringen. Diese verblieben deshalb etwas abseits in einem sogenannten Bereitstellungsraum.
Die gerettete Frau wurde von den Rettungskräften versorgt und zur Abklärung ins Spital gebracht. Warum der Brand ausgebrochen ist, wird noch durch die Polizei erhoben. Nach rund einer Stunde konnten die über 50 Feuerwehreinsatzkräfte beider Feuerwehren wieder einrücken.