Ein Feuerwehreinsatz in Hamburg-Ottensen ist am Freitagvormittag zum handfesten Streit geworden. Einsatzkräfte hatten einen Hund aus einem versperrten Elektro-Mini befreit. Die Halterin zeigte sich über die eingeschlagene Seitenscheibe empört.
Eine Passantin hatte den Hund gegen 10.30 Uhr in einer Transportbox auf der Rückbank entdeckt. Bereits rund 30 Minuten zuvor war ihr das Tier in dem abgestellten Wagen aufgefallen. Als der Hund beim zweiten Vorbeigehen noch immer allein im Auto saß, alarmierte sie die Einsatzkräfte.
In Hamburg hatte es zu diesem Zeitpunkt rund 24 Grad. Der Mini stand größtenteils im Schatten und fühlte sich laut Beobachtungen von außen kühl an, meldet "NEWS5". Die Feuerwehr verzichtete deshalb zunächst darauf, eine Scheibe einzuschlagen, und zog die Polizei hinzu.
Ein Pannendienst wollte das Fahrzeug ohne die Anwesenheit der Halterin nicht öffnen. Die anwesenden Polizisten hatten zwar die Kontaktdaten der Halterin, durften sie aber aus datenschutzrechtlichen Gründen zunächst nicht anrufen. Sie fuhren daraufhin zu ihrer rund zehn Kilometer entfernten Adresse, trafen dort jedoch niemanden an.
Da sich der Hund zwar noch bewegte, aber nicht mehr jaulte, entschieden sich Feuerwehr und Polizei schließlich zum Eingreifen. Die hintere linke Seitenscheibe wurde eingeschlagen und das Tier aus dem Wagen geholt.
Kurz nach der Rettung wurde die Halterin telefonisch erreicht. Wenige Minuten später kam sie zum Parkplatz und reagierte empört auf das Vorgehen der Einsatzkräfte.
Nach ihrer Darstellung sei in dem vollelektrischen Mini der sogenannte "Tierhaltermodus" aktiviert gewesen. Dieser würde auch bei abgestelltem Fahrzeug den Innenraum weiterhin kühlen.
Auf dem Display erscheint oft eine entsprechende Meldung für Passanten, teilweise bleiben Fenster einen Spalt geöffnet.
All diese Hinweise soll es jedoch nicht gegeben haben. Ob tatsächlich eine Standklimatisierung lief, blieb deshalb vor Ort umstritten.