Der Schweizer Beat Feuz kam mit dem schwierigen Abfahrtskurs in Sotschi am besten zurecht. Der Kanadier Benjamin Thomsen wurde sensationeller Zweiter. Die Österreicher blieben unter den Erwartungen, Joachim Puchner war als Sechster bester ÖSV-Fahrer.
Die Abfahrer hatten auf der Olympia-Abfahrt in Sotschi wenig zu lachen. Eine im oberen Teil sehr schwierige Piste mit vielen Schlägen wartete auf die Athleten. "Unglaublich, so etwas bin ich in meinem Leben noch nie gefahren", sagte etwa Joachim Puchner, als Sechster bester Österreicher, im Ziel. Angst habe er nicht gehabt, aber "großen Respekt". Dennoch war der ÖSV-Läufer mit seiner Leistung zufrieden.
Überraschungsmann Thomsen
Bei der Entscheidung hatten die Österreicher leider nicht viel mitzureden. Der Schweizer Beat Feuz bändigte die Piste am besten und wurde dafür mit dem Sieg belohnt. Lange Zeit sah es so aus, als würde sich der Franzose Adrien Theaux (+0,59) den zweiten Platz holen. Doch Benjamin Thomsen hatte etwas dagegen. Der Kanadier rauschte ohne Rücksicht auf Verluste die Piste hinab und lag im Ziel nur 27 Hunderstel hinter Feuz.
Durch die beherzte Fahrt von Thomsen wurde Bode Miller, der im Vorfeld den , noch vom Podest gestoßen. Hinter Puchner landeten noch Klaus Kröll (8.) und Hannes Reichelt (9.) in den Top-10. Georg Streitberger, der neben Reichelt als größte ÖSV-Hoffnung galt, enttäuschte. Er verlor schon im oberen Teil viel Zeit und erreichte nur Platz 25.
Feuz: "So einfach gebe ich nicht auf"
Sieger Beat Feuz war nach dem Sieg überglücklich und ließ sich zu einer Kampfansange hinreißen. "Mir ist ein sehr guter Lauf geglückt. Den Weltcup hatte ich nie ganz abgeschrieben, so einfach gebe ich nicht auf. Im Abfahrtsweltcup liegt der Schweizer 27 Punkte hinter Landsmann Didier Cuche.
Endstand:
1. Beat Feuz SUI 2:14,10
2. Benjamin Thomsen CAN 2:14,37
3. Adrien Theaux FRA 2:14,69
4. Bode Miller USA 2:14,71
5. Carlo Janka SUI 2:14,75
6. Joachim Puchner AUT 2:14,84
7. Kjetil Jansrud NOR 2:14,91
8. Klaus Kröll AUT 2:15,00
9. Hannes Reichelt AUT 2:15,21
10. Didier Defago SUI 2:15,24
11. Dominik Paris ITA 2:15,33
12. Didier Cuche SUI 2:15,41
13. Aksel Lund Svindal NOR 2:15,61
14. Romed Baumann AUT 2:15,65
15. Siegmar Klotz ITA 2:15,69
16. Andreas Sander GER 2:15,73
17. Andreas Romar FIN 2:15,76
18. Mattia Casse ITA 2:15,78
19. David Poisson FRA 2:15,80
20. Erik Guay CAN 2:15,88
21. Peter Fill ITA 2:15,96
22. Johan Clarey FRA 2:15,97
23. Matteo Marsaglia ITA 2:16,06
24. Jan Hudec CAN 2:16,09
25. Georg Streitberger AUT 2:16,21
26. Andrej Sporn SLO 2:16,36
27. Max Franz AUT 2:16,56
. Guillermo Fayed FRA 2:16,56
29. Ivica Kostelic CRO 2:16,77
30. Mario Scheiber AUT 2:16,78
41. Benjamin Raich AUT 2:18,58
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10:26: Benjamin Raich landet auf Platz 30.
10:16: Ambrosi Hoffmann sieht nach Thomsen blass aus - über vier Sekunden Rückstand.
10:14: THOMSEN FÄHRT SENSATIONELL!! Der Kanadier überrascht mit einer starken Fahrt und wird mit Platz zwei belohnt. Er hat im Ziel nur 27 Hundertstel Rückstand.
10:12: NUR PLATZ 17! Enttäuschende Leistung von Georg Streitberger. Er verliert schon im oberen Teil viel Zeit und hat somit keine Chance.
10:10: JETZT FÄHRT STREITBERGER. Letzte Podest-Chance für Österreich.
10:08: Max Franz widerfährt dasselbe Schicksal. Er fährt oben gut mit, verliert aber im Mittelteil zu viel Zeit. Die Konsequenz: nur Rang 18.
10:06: Mario Scheiber fällt nach gutem Start weit zurück und hat im Ziel 2,68 Sekunden Rückstand. Für die ÖSV-Läufer sieht es heute nicht allzu gut aus.
10:01: KLAUS KRÖLL SIEBENTER. Keine schlechte Fahrt, aber der Abstand zum Führenden Feuz ist mit zunehmender Renndauer gewachsen. Nun kommen Mario Scheiber und Max Franz.
09:59: MILLER VERLIERT VIEL ZEIT. Bode Miller baut im oberten Teil einen großen Vorsprung auf, der aber im letzten Renndrittel wegschmilzt. Am Ende hat er 0,61 Sekunden Rückstand. Millers "Liebe" zur Sotschi-Abfahrt wird dadurch vermutlich nicht größer.
09:56: CUCHE AUCH OHNE CHANCE. Der Schweizer bleibt 1,31 Sekunden hinter Landsmann Feuz.
09:54: Auch Erik Guay kämpft mit der brutalen Olympia-Piste und hat im Ziel als zwischenzeitlicher Zehnter einen riesigen Rückstand.
09:51: OJE, REICHELT NUR SECHSTER! Hannes Reichelt kennt keine Gnade und wirft sich die Piste hinab. Er hat im oberen Teil einen großen Vorsprung, doch ein kleiner Fehler lässt den Traum von einer Top-Platzierung platzen. 1,11 Sekunden Rückstand und vorläufig Platz sechs.
09:49: BAUMANN CHANCENLOS. Der Österreicher hat 1,55 Sekunden Rückstand. Nun mit Hannes Reichelt einer der ÖSV-Topfavoriten.
09:46: Beat Feuz voran! Der Schweizer sorgt mit einer tollen Fahrt für eine neue Bestzeit. Er hat 0,59 Sekunden Vorsprung auf Theaux. Jetzt kommt Romed Baumann!
09:44: Die ersten 15 Fahrer sind unten. Jetzt kommen die Top-Fahrer. Die nächsten Österreicher sind Romed Baumann (17.) und Hannes Reichelt (18.).
09:43: Andrej Spron hat im unteren Teil zu wenig Schwung und wird nur Zehnter.
09:41: PUCHNER VORLÄUFIG DRITTER. Puchner kämpft um die Bestzeit, leider ohne Erfolg. Im Ziel liegt er 15 Hundertstel zurück.
09:39: JETZT KOMMT PUCHNER! Für Svindal hat es nur zu Platz fünf gereicht.
09:36: Johan Clarey bleibt von der Bestzeit auch weit entfernt. Jetzt kommt Svindal, und danach mit Joachim Puchner der erste Österreicher.
09:35: Auch Didier Defago ist heute chancenlos - er ist fürs erste Vierter.
09:33: Jan Hudek kann mit den Top-Platzierten nicht mithalten. Der Kanadier wird Fünfter und ist im Ziel komplett erledigt.
09:28: AUS FÜR INNERHOFER! Der im Training bärenstarke Italiener verliert einen Ski, vermeidet aber akrobatisch einen Sturz. Schade für ihn, er hat sich auf der Piste eigentlich sehr wohl gefühlt.
09:28: Ein hauchdünner Vorsprung bringt die nächste Bestzeit: Adrien Theaux bleibt sechs Hundertstel vorne.
09:26: Der Schweizer Carlo Janko fährt ebenfalls souverän und ist um 16 Hundertstel schneller als Jansrud.
09:23: Kjetil Jansrud schnappt sich die Führung. Der Norweger hat auf Fill über eine Sekunde Vorsprung.
09:21: Peter Fill macht seine Aufgabe gut - er ist neuer Führender mit 0,6 Sekunden Vorsprung.
09:17: Und wieder stehen Aufräumarbeiten auf dem Programm. Peter Fill ist der nächste im Starthäuschen.
09:12: ERSTE SCHRECKSEKUNDE. Erik Fisher kommt kurz nach dem Start zu Sturz. Der Amerikaner scheint aber wohlauf zu sein, steht schon wieder auf den Beinen.
09:11: Der Italiener Guillermo Fayed sorgt mit 0,39 Sekunden Vorsprung für eine neue Bestzeit.
09:09: Ganong ist wesentlich schneller als Bertrand. Doch auch ihm gingen am Ende ein wenig die Kräfte aus. Trotzdem 8 Zehntel Vorsprung.
09:07: Jetzt darf Travis Ganong die "Rosa Khutor" in Angriff nehmen.
09:04: Unterbrechung in Sotschi, vermutlich wurde ein Tor beschädigt. Der US-Amerikaner Travis Ganong ist darüber sicher nicht besonders erfreut. Er muss als nächster fahren.
09:02: Los geht's. Yannick Bertrand eröffnet die Abfahrt in Sotschi. Der Franzose kämpft mit der schweren, über drei Kilometer langen Piste. Seine Zeit: 2:17.75. Im Ziel hängt Bertrand erschöpft die Zunge raus - die Strecke hat es in sich.
08:51: Joachim Puchner mit der Startnummer 14 wird als erster Österreicher ins Rennen gehen. Ein erster Blick auf die Startliste:
1. Yannick Bertrand FRA
2. Travis Ganong USA
3. Guillermo Fayed FRA
4. Erik Fisher USA
5. Peter Fill ITA
6. Kjetil Jansrud NOR
7. Carlo Janka SUI
8. Adrien Theaux FRA
9. Christof Innerhofer ITA
10. Jan Hudec CAN
11. Didier Defago SUI
12. Johan Clarey FRA
13. Aksel Lund Svindal NOR
14. Joachim Puchner AUT
15. Andrej Sporn SLO
16. Beat Feuz SUI
17. Romed Baumann AUT
18. Hannes Reichelt AUT
19. Erik Guay CAN
20. Didier Cuche SUI
21. Bode Miller USA
22. Klaus Kröll AUT
23. Mario Scheiber AUT
24. Max Franz AUT
25. Silvan Zurbriggen SUI
26. Georg Streitberger AUT
27. Benjamin Thomsen CAN
28. Ambrosi Hoffmann SUI
29. Stephan Keppler GER
30. Dominik Paris ITA
31. Ivica Kostelic CRO
32. Benjamin Raich AUT
33. Ted Ligety USA
34. Andrew Weibrecht USA
35. Marco Sullivan USA
Weiterer ÖSV-Starter
52. Matthias Mayer AUT
08:45: Die Spannung in Sotschi steigt. In einer Viertelstunde startet die Abfahrt auf dem Olympia-Hang in Sotschi. Es ist die Weltcup-Premiere in Krasnaja Poljana. Im Training zeigten sich die ÖSV-Athleten in guter Form. Hannes Reichelt und Georg Streitberger sind die rot-weiß-roten Hoffnungsträger. ÖSV-Cheftrainer Mathias Berthold sieht aber auch Chancen für Klaus Kröll. Einer der härtesten Gegner könnte der Italiener Christof Innerhofer werden.
Im abschließenden Training fuhr Hannes Reichelt zur Bestzeit ().