David Leggio, Keeper des EHC Red Bull München, droht Ärger! Der US-Crack fiel im Heimspiel gegen Bremerhaven nämlich mit einer groben Unsportlichkeit negativ auf.
Was war passiert? Beim Stand von 1:1 liefen zwei Gegenspieler alleine auf Leggio zu. Anstatt sich dem Schuss zu stellen, drehte sich der "Bullen"-Keeper um – und hob das Gehäuse aus der Verankerung. Konsequenz: der Referee musste abpfeifen. Kein Tor, dafür Penalty. Und genau den parierte der München-Schlussmann dann auch noch. Die "Bullen" gewannen die Partie mit 5:2. Leggio ließ sich feiern.
Trainer verteidigt Untat
Kurios: Die Aktion ist zwar unsportlich, aber nicht regelwidrig. Coach Don Jackson war also nicht unglücklich über die Tat seines Goalies. "Wenn man das als Unsportlichkeit einstuft, ist das auch nur eine Meinung. Es ist nicht an mir, ein Urteil zu fällen. David ist eine sehr clevere Person, die sich eine Taktik zurecht gelegt hat, die in solchen Situationen hilft. Deshalb muss ich ihm dafür Anerkennung zollen, denn er hat sich Gedanken gemacht", gab es Lob für den Fairplay-Verweigerer.
Die deutsche Eishockey-Liga kündigte hingegen an, Disziplinar-Maßnahmen gegen Leggio zu prüfen.
Leggio ist Wiederholungstäter
Leggio ist übrigens Wiederholungstäter. Bereits 2014 verschob er in der amerikanischen Liga AHL als Goalie der Bridgeport Sound Tigers absichtlich das Tor. Auch damals mit Erfolg. Die AHL und die NHL änderten damals die Regeln. In solchen Situationen wird nun auf Tor entschieden. (red)