FIFA-Boss Sepp Blatter tritt zurück

Sepp Blatter, seit Jahren der Herrscher über die fast allmächtige FIFA, hat am Dienstag vollkommen überraschend seinen Rücktritt verkündet. Er selbst hat das mit dem "fehlenden Mandat der gesamten Fußball-Welt" begründet. Doch gegen den 79-Jährige soll nun auch in der Korruptionsaffäre ermittelt werden.

Sepp Blatter, seit Jahren der Herrscher über die fast allmächtige FIFA, hat am Dienstag vollkommen überraschend seinen Rücktritt verkündet. Er selbst hat das mit dem "fehlenden Mandat der gesamten Fußball-Welt" begründet. Doch gegen den 79-Jährige soll nun auch in der Korruptionsaffäre ermittelt werden.

Selbst Experten sind baff, denn erst vor wenigen Tagen wurde der Schweizer wiedergewählt. Laut US-Medienberichten, die sich auf Insider berufen, steht der 79-Jährige nach den Verhaftungen einiger FIFA-Funktionäre vergangene Woche nun selbst im Visier des FBI und der US-Staatsanwaltschaft. Gegenüber der "New York Times" wurde das von den Behörden bestätigt.

Von Seiten der US-Regierung wird indessen dementiert, dass politische Gründe zu einer Intervention gegen Blatter geführt haben. "Die Vereinigten Staaten haben keine Position zu der Frage, wer der FIFA-Präsident ist", nimmt Marie Harf, Sprecherin des US-Außenministeriums anderstlautenden Gerüchten den Wind aus den Segeln. In amerikanischen Medien wird nun spekuliert, dass die beiden verhafteten ehemaligen Blatter-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo den 79-jährigen belasten könnten.

In der Schweiz, Blatters Heimatland ist der 79-Jährige jedenfalls kein Beschuldigter, das teilte die schweizerische Bundeanawaltschaft mittlerweile mit. Sein angekündigter Rücktritt habe auf die Ermittlungen in den Tatbeständen "Ungetreue Geschäftsbesorgung" und Geldwäsche allerdings keinen Einfluss.

Gegenkandidat zog zurück: Blatter am Freitag wieder gewählt

Blatter war seit 1998 der Präsident des Weltfussballverbandes FIFA. Erst am vergangenen Freitag wurde Blatter für weiter vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Sein Gegenkandidat, Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien hätte dem Langzeitboss zwar auch nach dem ersten Wahldurchgang gefährlich werden können, zog aber dann überraschend seine Kandidatur zurück.
 

Diese Nachricht schlägt in der Fußballwelt ein, wie eine Bombe: 


FIFA President to lay down his mandate at extraordinary elective Congress.
— FIFA Media (@fifamedia)

 

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