In einem offiziellen Statement gab der Fußball-Weltverband FIFA bekannt, dass es vor WM-Vergaben zu Stimmkäufen kam. Jetzt sollen die beschuldigten Funktionäre zur Kasse gebeten werden.
In einem offiziellen Statement gab der Fußball-Weltverband bekannt, dass es vor WM-Vergaben zu Stimmkäufen kam. Jetzt sollen die beschuldigten Funktionäre zur Kasse gebeten werden.
Vor den WM-Vergaben für die Endrunden 1998 und 2010 floß Bestechungsgeld an Mitglieder des damaligen FIFA-Exekutivkomitees. Diese nutzten ihren Einfluss, damit bei der Abstimmung auch für Frankreich bzw. Südafrika votiert wurde.
Beschuldigt werden unter anderem die ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner und Jeffrey Webb. Auch die ehemaligen Exekutivkomitee-Mitglieder Charles Blazer und Ricardo Teixeira werden genannt. Insgesamt 41 ehemalige FIFA-Offizielle werden verdächtigt. Manche sollen mehrere Millionen Euro Schmiergeld angenommen haben.
FIFA will Geld zurück
Da den Beschuldigten in den USA der Prozess gemacht wird, könnten die korrupten Funktionäre zusätzlich zu Schadenersatzzahlungen an die FIFA verurteilt werden.
"Die überführten Angeklagten haben ihre Positionen des Vertrauens, die sie bei der FIFA und anderen internationalen Fußballorganisationen innehatten, missbraucht und haben der FIFA, ihren Mitgliedsverbänden und der Fußballgemeinschaft schweren und dauerhaften Schaden zugefügt", erklärte zu dem juristischen Schritt. "Die FIFA will das Geld zurück, und wir sind entschlossen, es zu bekommen, egal, wie lange es dauern wird."