An Wiener Pflichtschulen könnten wichtige Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche vor dem Aus stehen. Die Finanzierung der sogenannten multiprofessionellen Teams ist derzeit ungeklärt.
Wie der ORF berichtet, soll zumindest eine Schule bereits darüber informiert worden sein, dass das Angebot demnächst eingestellt werden könnte. Die multiprofessionellen Teams sind seit November 2024 im Einsatz. Ihr Ziel ist es, psychosoziale Probleme frühzeitig zu erkennen und betroffenen Schülerinnen und Schülern sowie deren Umfeld rasch Hilfe anzubieten.
Zum Start des Projekts versprach die Stadt Wien insgesamt 17 Teams mit jeweils vier Personen. Sie sollen 52 Pflichtschulstandorte mit rund 15.000 Schülerinnen und Schülern betreuen. Zusätzlich wurden zwei mobile Teams angekündigt. Die Ausrollung erfolgt schrittweise.
Nun geht es um die Finanzierung nach dem bisherigen Projektzeitraum. Offenbar strebt die Stadt Wien an, dass die Kosten künftig vom Bund übernommen werden. Die Finanzierung könnte über den sogenannten Chancenbonus erfolgen. Dafür stellt das Bildungsministerium ab Herbst österreichweit 65 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen Schulen mit besonderen Herausforderungen gezielt unterstützt werden.
Aus dem Büro des zuständigen Sozial- und Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) heißt es zum ORF: "Wir führen derzeit Gespräche auf Landes- und Bundesebene und sind sicher, dass wir rasch eine Lösung finden."
Die Zeit drängt allerdings. Damit die Unterstützung an den Schulen nahtlos weiterlaufen kann, muss noch vor Beginn des neuen Schuljahres Klarheit geschaffen werden. Für viele Schulen sind die Teams inzwischen ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags geworden. Psychologen und Sozialarbeiter unterstützen bei Konflikten, psychischen Belastungen, familiären Problemen oder Krisensituationen.