Fink vor dem Rauswurf? "Es gibt keine Tabus mehr"

Thorsten Fink
Thorsten FinkBild: picturedesk.com
Austria-Boss Markus Kraetschmer macht in der Trainerfrage ernst. In Wien-Favoriten gibt es eine Krisensitzung. Thorsten Fink steht vor der Entlassung.
Kein Sieg im Frühjahr, 13 Punkte hinter der Admira – die Austria-Krise wird immer größer! "Fink raus", skandierten die violetten Fans nach dem 1:2 gegen die Admira. "Thorsten, dieser Spielstil ist zum Kotzen", stand auf einem Banner in der violetten Kurve. Muss der Austria-Trainer jetzt gehen? In Wien-Favoriten tagen die Austria-Bosse in der Trainer-Causa.

Statistik: So schlecht wie nie unter Fink

Fakt ist: Drei Pleiten unter Trainer Thorsen Fink gab es noch nie. Auch nicht nur 27 Punkte in 24 Liga-Spielen. Die Spieler mussten sich nach Spielende den Fans stellen. Der Austria-Trainer rechnete nach Schlusspfiff nicht damit, dass seine Zeit in Wien-Favoriten abgelaufen ist.

"Darum geht es auch gar nicht. Jetzt geht es nur um den Verein. Auch mit den oberen Leuten müssen wir schauen, was es da zu besprechen gibt. Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, das ist klar", meinte er. "Mein Standing wird nicht größer. Ich gebe das Beste", fügte er hinzu. Zum Spiel sagte er: "Ich habe keine Verbesserung gesehen. Wir nützen unsere Chancen nicht."

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Kraetschmer: "Ich bin extrem angefressen"


Austria-Vorstand Markus Kraetschmer hatte Fink bereits vor Spielbeginn scharf kritisiert.

Nach der 1:2-Pleite reagierte er noch gereizter: "Ich bin extrem sauer, extrem angefressen. Dieses Spiel war eine große Chance für uns, die Kurve zu kratzen. Ich habe das Gefühl, nicht alle haben um diese Chance gekämpft. Wir haben versucht, mit vielen Gesprächen Spieler, Betreuer, Trainer wachzurütteln. Wie wir aufgetreten sind, war sehr enttäuschend. Wir sind heute einen großen Schritt von unserem Minimalziel Europa League Platz weggekommen."

Angesprochen auf die Trainerfrage meinte er auf Sky: "Ich halte nichts von Durchhalteparolen. Es gibt in dieser Situation kein Tabu mehr." Klingt stark nach Abschied.

Wie geht es jetzt weiter? "Ich werde mich jetzt mit Franz Wohlfahrt intensiv beraten", so Kraetschmer. "Es geht darum, was das Beste für den Klub ist. Es bleibt nicht viel Zeit. Auf uns wartet ein arbeitsreiches Wochenende."

(Heute Sport)

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