Fiorentina schießt Dynamo Kiew aus der Europa League

Bild: Fabrizio Giovannozzi (AP)

Das Europa League-Abenteuer für Aleksandar Dragovic ist im Auswärtsspiel gegen den AC Fiorentina zu Ende gegangen. Ohne den ÖFB-Teamspieler verlor Dynamo Kiew in der Toskana mit 0:1 und schied nach dem Heim-Remis knapp aus. Dem VfL Wolfsburg gelang das "Wunder von Neapel" nicht, die "Wölfe" verabschiedeten sich aber mit einem versöhnlichen Ergebnis.

Das Europa League-Abenteuer für Aleksandar Dragovic ist im Auswärtsspiel gegen den AC Fiorentina zu Ende gegangen. Ohne den ÖFB-Teamspieler verlor Dynamo Kiew in der Toskana mit 0:2 und schied nach dem Heim-Remis knapp aus. Dem VfL Wolfsburg gelang das "Wunder von Neapel" nicht, die "Wölfe" verabschiedeten sich aber mit einem versöhnlichen Ergebnis.

Im Auswärtsspiel beim AC Fiorentina musste Dynamo Kiew ohne den gelb-gesperrten Abwehrchef Aleksandar Dragovic antreten. Das Fehlen des ÖFB-Teamspielers machte sich rasch bemerkbar. Die Abwehr der Ukrainer wirkte ungeordnet. Viola-Stürmer Mario Gomez ließ in der Anfangsphase zwei Großchancen liegen. Gegen einen Schuss des Deutschen parierte Keeper Schowkowski, wenig später köpfte der Stürmer aus sechs Metern am Kasten vorbei. Noch in Halbzeit eins sah Dynamo-Offensivspieler Jeremain Lens nach einer Schwalbe die Ampelkarte (40.).

Aus der numerischen Überzahl schlug die Fiorentina sofort Kapital. Nach zwei vergebenen Chancen drückte Mario Gomez eine Joaquin-Flanke mit dem Knie über die Linie (43.). In Halbzeit zwei änderte sich am Spielgeschehen wenig. Die Italiener agierten feldüberlegen, Salah hatte bei einem Abschluss in der 49. Minute Pech, traf nur Aluminium. Danach plätscherte die Partie vor sich hin. Erst in der Schlussphase wurden die Ukrainer offensiver. Jarmolenko vergab die Riesenchance zum Ausgleich (85.). Den Schlusspunkt setzte Vargas in der 94. Minute

Versöhnlicher Wolfsburg-Abschluss

In Neapel war der VfL Wolfsburg nach der 1:4-Klatsche vor eigenem Publikum im Hinspiel auf Wiedergutmachung aus. Bereits in der zweiten Minute fand die Hecking-Elf die Riesenchance auf die frühe Führung vor, doch bei Perisics Abschluss war Napoli-Keeper Andujar zur Stelle. In der Folge hatten die "Wölfe" mehr vom Spiel, ließen Ball und Gegner laufen, bis zur nächsten Chance dauerte es aber bis zur 32. Minute. Träsch drehte eine Flanke in den Strafraum, Niklas Bendtners Kopfball strich nur hauchdünn am langen Eck vorbei. 

Die Gastgeber kamen besser aus der Kabine. Entgegen dem Spielverlauf brachte Callejon die Neapolitaner in der 50. Minute in Führung. Der Abschluss des Spaniers von der Strafraumgrenze wurde von Rodriguez unhaltbar über Keeper Benaglio ins Tor abgelenkt. Keine Viertelstunde später legte Dries Mertens den zweiten Treffer nach Higuain-Vorlage nach (65.). Danach bäumten sich die "Wölfe" auf. Mit einem Doppelschlag durch Tim Klose nach einem Eckball (71.) und Perisic nach starker Guilavogui-Flanke (73.) glichen die Deutschen aus.

Die Wolfsburger mussten ohne den verletzten Spielmachen Kevin de Bruysne in Neapel antreten, der mit einer Mittelfußprellung passen musste. Da aufgrund der klaren Ausgangslage wenige Zuschauer im San Paolo am Fuße des Vesuvs erwartet wurden, verschenkte der SSC Napoli 10.000 Tickets an Kinder zwischen acht und 16 Jahren.

Titelverteidiger beißt sich durch

In St. Petersburg erwischten die Gäste aus Sevilla den besseren Start in die Partie. Zenit-Verteidiger Luis Neto grätschte gegen Vitolo, Referee Nicola Rizzoli zeigte bereits in der sechsten Minute auf den Elfmeterpunkt. Eine harte Entscheidung des Italieners. Carlos Bacca ließ sich das Geschenk nicht entgehen. In der Folge flaute das Spiel ab. Erst kurz vor dem Seitenwechsel wurde die Begegnung wieder flotter. In Minute 44 umkurvte Bacca Zenit-Keeper Lodygin, den Abschluss aus spitzem Winkel klärte Smolnikov ins Torout. Keine Minute später traf Danny mit einem Freistoß nur Aluminium.

Unmittelbar nach Seitenwechsel machten die Russen die Begegnung wieder spannend. Bei einer Shatov-Flanke segelte Sevilla-Keeper Beto am Ball vorbei und Rondon drückte die Kugel über die Linie (48.). Durch den Ausgleichstreffer bekamen die Russen die zweite Luft, drückten auf den zweiten Treffer. Die Chance zur Vorentscheidung für den Titelverteidiger ließ Coke in der 60. Minute aus, als der Außenverteidiger den Ball aus sechs Metern nicht über die Linie brachte.

Das rächte sich, denn in der 72. Minute machte der unglaubliche Hulk den zweiten Treffer für die Russen. Der Brasilianer zog aus 43 Metern ab, knallte die Kugel mit einer Bogenlampe ins Tor - 2:1! Damit war alles pari. Aber nur bis zur 85. Minute. Da bäumte sich der Titelverteidiger noch einmal auf. Gameiro zog ab und knallte den Ball ins Tor. Damit waren die Russen geschlagen.

Dnjepr ringt Brügge nieder

Die Erlösung für Dnjepr Dnjepropetrowsk gelang dem eingewechselten Shakov in der 82. Minute. Nach einem torlosen Remis im Hinspiel reichte den Ukrainern ein knapper 1:0-Erfolg in Kiew.
Europa League-Viertelfinale: Die Rückspiel-Ergebnisse

AC Fiorentina - Dynamo Kiew 2:0

Gesamtscore: 3:1

SSC Napoli - VfL Wolfsburg 2:2

Gesamtscore: 6:3

Zenit St. Petersburg - FC Sevilla 2:2

Gesamtscore: 3:4

Dnjepr Dnjepropetrowsk - Club Brügge 1:0

Gesamtscore: 1:0

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