Für die Fahrgäste eines Reisebusses war am Dienstagnachmittag auf der Tauernautobahn (A10) vorzeitig Schluss. Das tschechische Fahrzeug wurde gegen 13.10 Uhr am Verkehrskontrollplatz Kellerberg in Kärnten für eine technische Kontrolle angehalten.
Dabei machten die Prüfer eine alarmierende Entdeckung: Insgesamt sechs technische Mängel wurden mit "Gefahr im Verzug" eingestuft. Betroffen waren ausgerechnet besonders wichtige Teile des Busses. Laut ORF handelte es sich um einen Flixbus.
Sowohl an der Betriebsbremse als auch an der Feststellbremse stellten die Prüfer schwere Mängel fest. Zusätzlich wurden Probleme an vier Reifen entdeckt. Die Defekte waren laut Polizei derart gravierend, dass eine weitere Verwendung des Busses auf öffentlichen Straßen wegen akuter Gefahr für die Verkehrssicherheit ausgeschlossen war.
Die Konsequenzen folgten sofort: Dem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt. Kennzeichen und Zulassungsschein wurden abgenommen. Zur Sicherung des Verwaltungsstrafverfahrens musste zudem eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Sowohl der Lenker als auch der Zulassungsbesitzer werden angezeigt.
Die Reisenden mussten ihre Fahrt dennoch nicht abbrechen: Flixbus stellte einen Ersatzbus bereit, mit dem die Fahrgäste weiterfahren konnten.