Prozess in Leipzig

Flixbus-Crash – Fahrer gesteht tödlichen Fehler

Knapp zwei Jahre nach dem tödlichen Flixbus-Unfall auf der A9 bei Leipzig hat der Busfahrer vor Gericht seinen Fehler eingeräumt.
Newsdesk Heute
13.03.2026, 12:30
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Im März 2024 kam es auf der deutschen Autobahn A9 nördlich von Leipzig zu einem verheerenden Unfall. Ein Flixbus, der von Berlin nach Zürich unterwegs war, geriet bei fast 100 km/h ins Schleudern, fuhr eine knapp zwei Meter hohe Böschung hinab und kippte auf die rechte Seite.

Bei dem Unglück kamen vier Frauen ums Leben, 46 weitere Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt. Nun musste sich der 64-jährige Busfahrer aus Tschechien vor Gericht verantworten.

Wie n-tv.de berichtet, hat der Fahrer den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung vollumfänglich eingeräumt. Die Darstellung der Staatsanwaltschaft sei zutreffend, erklärte sein Anwalt Peter Pospisil.

Busfahrer zeigt tiefe Reue

"Es tut ihm unendlich leid, was passiert ist. Er würde die Zeit gerne zurückdrehen, er kann es nicht", so der Verteidiger über seinen Mandanten. Der Fahrer sei kein Risikofahrer gewesen.

Übermüdung, Alkohol oder Drogen hätten bei dem Unfall keine Rolle gespielt. Es habe sich um ein "einmaliges fahrlässiges Fehlverhalten" gehandelt, betonte der Anwalt.

Der Prozess findet vor dem Amtsgericht Eilenburg statt, wird aber wegen des großen Andrangs im Landgericht Leipzig verhandelt. Für das Verfahren ist nur ein Verhandlungstag angesetzt.

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