Gegen 5.00 Uhr wurden Beamte der Landesverkehrsabteilung Wien zu einem Unfall in der Wiener Donaustadt alarmiert. Laut ersten Angaben dürfte der 50-jährige Lenker (Österreicher) am Steuer kurz eingenickt sein. Durch den Sekundenschlaf verlor er die Kontrolle über den Bus.
Das Fahrzeug geriet über den Pannenstreifen auf den Grünstreifen und schließlich auf eine Böschung – der Bus kam gefährlich in Schieflage. Dem Fahrer gelang es jedoch, das schwere Fahrzeug wieder zu stabilisieren, zurück auf die Fahrbahn zu lenken und selbst den Notruf abzusetzen.
Durch die abrupten Lenkmanöver und die starke Neigung wurden drei Fahrgäste leicht verletzt. Eine 29-jährige Frau musste noch vor Ort notfallmedizinisch versorgt werden, konnte jedoch anschließend in häusliche Pflege entlassen werden.
Am Bus entstand erheblicher Sachschaden. Unter anderem wurde die vordere Außenschwenktür komplett abgerissen.
Für den 50-jährigen Lenker hat der Vorfall nun rechtliche Folgen: Aufgrund seines starken Ermüdungszustandes untersagten ihm die Beamten die Weiterfahrt, der Führerschein wurde vorläufig abgenommen. Er wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung sowie nach verkehrsrechtlichen Bestimmungen angezeigt. Das Verkehrsunfallkommando Wien hat die weiteren Ermittlungen übernommen.