Der Iran-Krieg erschütterte auch Dubai – die Salzburger Philipp Posch und Matthäus Heigl spürten die Auswirkungen deutlich, sie waren zusammen auf Geschäftsreise wegen ihrer Firma für 3D-Modelle. Immer wieder schrillte der Bombenalarm – für die beiden war klar: Wir müssen hier raus. Seit Mittwoch (4.3.) laufen Rückholaktionen aus Kriegsgebieten – mit Glück schafften es die Österreicher an Bord eines der ersten Flugzeuge.
"Wir sind auf eigene Faust in den Oman gefahren und haben uns von dort einen Flug nach Istanbul gebucht", erzählt der 27-Jährige "Heute". Das Ministerium hätte sie erst einige Tage später geholt, doch die Situation vor Ort war den Männern einfach zu riskant. "Wir haben die Druckwelle einer Bombe gespürt", erzählt Philipp.
Der Flughafen neben ihrem Hotel rauchte – er wurde von einer Drohne getroffen. Immer wieder mussten die Besucher des Hotels in die Tiefgarage und dort den Bombenalarm aussitzen. "Teilweise kamen alle zwei Stunden Alarme aufs Handy", erinnert sich der Salzburger.
Er und sein Business-Partner Matthäus schlossen sich mit zwei Frauen zusammen. "Die Mädels werden vom Ministerium geholt, wir werden es in Eigenregie machen", erzählte Posch "Heute" noch vergangene Woche – doch alles kam anders.
Durch ihre Bekanntschaften wussten die Salzburger, wann und wo der Rückholflug des Außenministeriums starten würde, marschierten kurzerhand zu den Verantwortlichen und fragten, ob es noch freie Plätze gäbe – und wurden tatsächlich mitgenommen.
"Wir haben unseren Flug nach Istanbul dann nicht genommen und sind nach einem Zwischenstopp in Kairo gegen 23:00 Uhr in Österreich gelandet", erzählt er. Nun sind die beiden überglücklich, wieder in Salzburg zu sein.