Sport

Flüchtlingshilfe! Olympia-Schwimmerin sitzt in Haft

Aufregung in Griechenland! Die Polizei zerschlug ein Netzwerk für Flüchtlingshilfe. Dabei wurde auch eine Olympia-Teilnehmerin verhaftet.

Heute Redaktion
Teilen
Olympia-Teilnehmerin Sarah Mardini droht eine längere Haftstrafe
Olympia-Teilnehmerin Sarah Mardini droht eine längere Haftstrafe
Bild: Reuters

Große Aufregung in Griechenland! Die Polizei verkündete die Zerschlagung eines Netzwerks für Flüchtlingshilfe. Drei Aktivisten wurden dabei verhaftet, darunter auch die aus Syrien stammende Olympia-Schwimmerin Sarah Mardini.

Illegale Aktivitäten



Laut Polizei bildete die Nichtregierungs-Organisation "Emergency Response Centre International" (ERCI) ein "kriminelles Netzwerk", um Geflüchteten die illegale Einreise nach Griechenland zu ermöglichen. Auch Mardini soll sich für die Organisation engagiert haben. Die Vorwürfe der Polizei: ERCI soll mit organisierten Schleppern zusammengearbeitet haben und den Funkverkehr der griechischen Küstenwache sowie der EU-Grenzschutzorganisaiton Frontex abgehört haben.

Flucht und Olympia

Mardini war 2015 selbst aus Syrien geflohen und lebt nun in Berlin. 2016 nahm sie mit ihrer Schwester Jusra an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro teil und startete für das damals neu gebildete "Flüchtings-Team". Bei der Flucht aus dem Bürgerkriegs-Land versuchten die Schwestern, mit einem Schlauchboot voller Flüchtlinge nach Lesbos zu gelangen. Der Motor des Bootes war defekt, deswegen schwammen die beiden Athletinnen stundenlang voraus und zogen das Boot an einem Seil hinter sich her.

Haft droht

Jusra Mardini wurde inzwischen zur UNO-Sonderbotschafterin für Flüchtlinge ernannt. Gegen Sarah Mardini und 30 Mitglieder der NGO wird nun ermittelt, ihr droht eine längere Haftstrafe.

(heute.at)