Das Unglück ereignete sich am Dienstag. Wie 20 Minuten berichtet, riss der Funkkontakt zu dem Flugzeug kurz nach dem Abflug in der türkischen Hauptstadt Ankara ab. An Bord war neben Generalstabschef Mohammed Ali Ahmed Al-Haddad auch eine kleine Delegation. Die Maschine vom Typ Falcon 50 war auf dem Weg nach Tripolis, der Hauptstadt Libyens. Laut CNN Türk wurde das Wrack in der Nähe von Haymana entdeckt. Türkische Medien melden außerdem, dass der Luftraum über Ankara für andere Flüge gesperrt wurde. Der libysche Premierminister Abdul Hamid Dbeiba bestätigte bereits den Tod des Generals.
Innenminister Ali Yerlikaya gab bekannt, dass das Flugzeug um 17.10 Uhr vom Flughafen Ankara abhob. Um 17.52 Uhr brach der Funkkontakt plötzlich ab. Die Crew hatte davor noch eine Notlandung im Bezirk Haymana südlich von Ankara angefordert. Danach gab es keinen Kontakt mehr. Insgesamt waren laut Yerlikaya fünf Menschen an Bord.
Libysche Medien berichten, dass neben Al-Haddad auch sein Berater und weitere ranghohe Militärs im Flugzeug saßen. Sie gehören zur international anerkannten Regierung in Tripolis, die unter Premierminister Abdel Hamid Dbaiba steht. Diese steht in Konkurrenz zur Regierung im Osten Libyens. Die Türkei gilt als wichtigster Verbündeter der Tripolis-Regierung.
Der Besuch von Generalstabschef Al-Haddad war vom türkischen Verteidigungsministerium angekündigt worden. Er traf dort Verteidigungsminister Yasar Güler, seinen türkischen Amtskollegen Selcuk Bayraktaroglu und weitere Militärs.