Österreich hat es vorgemacht, jetzt zieht Deutschland nach! Am Dienstag schob die Regierung unseres Nachbarlandes zum ersten Mal seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011/12 wieder einen Syrer in seine Heimat ab.
Laut einem Bericht der "Bild" soll der im Jahr 1988 geborene Mann sich schon mehrere Jahre in Deutschland aufgehalten haben. Dort saß er zuletzt wegen besonders schweren Raubs, Körperverletzung und Erpressung in einem Gefängnis im Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Nun wurde er von der deutschen Bundespolizei per Linienflug nach Damaskus gebracht und den dortigen Behörden übergeben. Gegenüber der "Bild" bestätigte Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Abschiebung. Ihm zufolge stehe die Regierung für "Kontrolle, Konsequenz und klare Kante und null Nachsicht gegenüber Straftätern und Gefährdern".
Bisher war Österreich das einzige europäische Land, das die Abschiebungen von verurteilten Straftätern nach Syrien wieder aufgenommen hatte. Begonnen wurde damit bereits im Sommer 2025.
Das Deutschland nun eine ähnliche Politik verfolgt sorgt bei Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) für Zufriedenheit. "Österreich und Deutschland sind Vorreiter, wenn es um Abschiebungen von Straftätern auch direkt nach Syrien und Afghanistan geht. Der Asylpakt wird konsequent umgesetzt. Denn nur so kann die Migrationswende in Europa gelingen", so der Innenminister.