Tierisch invasiv

Den "Kokain"-Flusspferden droht ein trauriges Schicksal

In Kolumbien bedrohen frei lebende Flusspferde das Ökosystem und verdrängen heimische Tierarten – ihr Ursprung liegt bei Pablo Escobar.
14.04.2026, 09:36
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In Kolumbien ziehen etwa 200 Flusspferde frei durch die Gegend und machen nicht nur den Dorfbewohnern das Leben schwer. Auch die heimischen Arten werden sukzessiv von den dicken Hippos bekämpft und verdrängt, da sie ja prinzipiell am amerikanischen Kontinent nichts verloren haben.

Keulung - letzte Chance

Auch wenn die Tiere freilich nichts dafür können, dass sie ehemals von Drogenboss Pablo Escobar nach Kolumbien eingeschleppt wurden, sollen jetzt zumindest 80 Stück gekeult werden. Die Umweltministerin Irene Velez sieht dies als einzigen Ausweg, um die Population einzudämmen und das heimische Ökosystem zu schützen. Zuvor geplante Unterbringungen in diversen Zoos und Schutzeinrichtungen waren leider nicht erfolgreich.

„Wenn wir das nicht tun, werden wir den Bestand nicht unter Kontrolle halten können“
Irene Velez
Manatis sind in Kolumbien vom Aussterben bedroht und durch die Flusspferde noch zusätzlich gefährdet.
iStock©THIERRY EIDENWEIL

Manatis und Schildkröten

Vor allem die sogenannten "Manatis" und Flussschildkröten kommen durch die Nilpferde zunehmend in Bedrängnis aufgrund des Futterentzugs, aber auch Felder und Menschen sind in Gefahr. Man dürfe nicht länger zuschauen und vielleicht darauf warten, dass die Population auf 1000 Tiere bis ins Jahr 2035 steigt, heißt es vonseiten des Ministeriums.

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