24 Rennen stehen 2027 in der Formel 1 auf dem Programm. Seit Mittwoch ist auch klar, wann der Grand Prix von Österreich in Spielberg über die Bühne geht: nämlich am 11. Juli, und damit gar zwei Wochen später als dieses Jahr. Auch, weil der Grand Prix in der Obersteiermark diesmal erst nach dem Großen Preis in Silverstone steigt.
Dass Portimao in Portugal (20. Juni) und Istanbul Park in der Türkei (3. Oktober) in den Rennkalender rücken werden, stand schon länger fest. Genauso wie die Tatsache, dass sich Spa und Barcelona künftig abwechseln werden. 2027 ist die Strecke in Belgien dran. Gänzlich raus fliegt Zandvoort in den Niederlanden.
Derweil ist zuletzt heftig spekuliert worden, ob sich die Nahost-Rennen im Kalender für 2027 befinden – und zu welchem Zeitpunkt sie angesetzt werden. Und da zeigt sich, dass die Formel 1 daran glaubt, dass diese 2027 plangemäß über die Bühne gebracht werden können. Die Saisoneröffnung ist für Bahrain (14. März) geplant, der Grand Prix von Saudi-Arabien steigt eine Woche später (21. März). Den Saisonabschluss bilden dann Katar (6. Dezember) und Abu Dhabi (13. Dezember).
Die größte Überraschung, wenngleich die auch erwartet wurde, ist die Aufstockung der Sprintrennen. Nächstes Jahr werden gleich zehnmal die Kurzrennen über 100 Kilometer gefahren. Die Auswahl der Strecken versetzte einige Fans in Staunen. So finden etwa auf Strecken, die sich gut für einen Sprint eignen – Spielberg, Istanbul, Austin oder Baku – keine Kurzrennen statt.
Dafür wählte die Formel 1 Kurse wie Bahrain, Monza, Katar, Abu Dhabi und Monaco.
Doch gerade die Sprint-Ansetzung auf dem Stadtkurs im Fürstentum sorgte bei vielen Fans für Stirnrunzeln. Wieso sollte man für den Grand-Prix-Klassiker an der Cote d'Azur, der Jahr für Jahr als besonders ereignislos und als "Sonntagsprozession" gilt, das Zusatzrennen einführen? Der Grund dafür liegt wohl in einem Gedankenspiel der Formel 1. Ja, der Große Preis ist zwar pure Tradition, aufgrund der engen Strecke in Monte Carlo und dem Mangel an Überholmöglichkeiten Jahr für Jahr jedoch relativ ereignislos – abgesehen von dem einen oder anderen Crash. Während das Qualifying auf dem so engen Kurs, der jeden Fehler beinhart bestraft, das wahre Spektakel ist und als das spannendste und aufsehenerregendste Qualifying des Jahres gilt.
Und genau hier setzt die Formel 1 wohl an. Künftig gibt es zwei Rennen in Monaco – den Großen Preis am Sonntag und den Sprint am Samstag – aber auch zwei Qualifyings. Nämlich das Sprint-Qualifying am Freitagnachmittag und das Zeittraining für den Großen Preis am Samstagnachmittag. Außerdem fallen zwei Trainings weg, bleibt nur eine Trainingssitzung übrig. Das birgt das Potenzial für deutlich mehr Durchmischung in der Startaufstellung.